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Kleine Geschichten - 1

 
 
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  B A S T I  

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Ein quicklebendiger, liebenswürdiger Rüde im besten Mannesalter, er zählt 8 Lenze. Dass er sich auch weiterhin so wohl fühlen kann, liegt einzig und alleine an seinem Menschenrudel, Silvia und Hans.

 

 Von Anfang an

Benji, der smarte, waschechte Italiener, wurde sehr krank und musste am 29. Dez. 1998 mit nur 11 Jahren eingeschläfert werden. Die Trauer war sehr groß, aber ohne Hund zu leben, das wollten beide nicht. So beschlossen sie, sich nach einem Hund umzusehen, fragten Bekannte und besuchten die Tierheime in ihrer näheren Umbebung. Welche Rasse oder welches Geschlecht, das war egal, aber schwarz sollte der Neue auf jeden Fall wieder sein.

B e n j i

 

In einem Tierheim entdeckten sie am 2. Januar 1999 gleich 2 schwarze kleine Wollknäuel, gerade mal 13 Wochen alt. Laut Tierheim sollten sie ein Labrador-Terrier-Mix sein. Die Hündin war sehr agil und rannte hin und her, während der Rüde ängstlich im Körbchen lag und nur schüchtern sein Köpfchen hob, um es gleich darauf wieder zu verstecken. Silvia wollte die Hündin, Hans den Rüden. Sie konnten sich nicht einigen und fuhren nach Hause.

Schon am nächsten Tag besuchten sie die zwei Welpen wieder. Zu ihrer beider Freude überraschte der Rüde sie mit lustigen Sprüngen, rannte im Zickezack herum und erfreute sich seines Lebens. Silvia war entzückt, dieses muntere, lebendige, liebenswürdige, schwarze Hundekind ließ sie nicht mehr los. Beide waren sich einig, der Rüde sollte es sein.

Jetzt hieß es erstmal, zwei lange Wochen ohne Hund auszukommen, denn der Kleine hatte gerade seine Impfung bekommen und man wollte ihn noch zur Beobachtung da behalten. Als sie im Tierheim anriefen um einen Abholtermin auszumachen, wurde ihnen mitgeteilt, das der Rüde einen Nabelbruch hatte und man fragte nach, ob sie denn trotzdem noch Interesse an ihm hätten. Klar hatten Silvia und Hans noch Interesse an dem Hund, nichts und niemand hätte sie jetzt noch davon abbringen können, den oder keinen. Basta.

Wie der Hund aussah, das wussten die zwei, nun musste ein Name gefunden werden. In dem Büchlein "Die beliebtesten Hundenamen" gefielen ihnen drei am besten - Onyx - Blacky - Basti. Schließlich entschieden sie sich für Basti, so sollte der Neue heißen. Endlich war es soweit, sie durften ihren Hund, der nun 15 Wochen alt war, mit nach Hause nehmen. Der Nabelbruch war so klein, das der Tierarzt keine Bedenken hatte und er nicht operiert werden brauchte.

 

Basti liebt den Schnee, hier sein 1. Winter. Er wühlt sich mit der Nase voran dadurch, wie ein Schneeflug. Dann rollt er sich genüsslich und möchte gar nicht mehr nach Hause.

 

Das Abenteuer "Welpenaufzucht" begann. Silvia und Hans meinten es gut mit Basti, setzten ihn in sein Körbchen und warteten ab. Zunächst mal passierte eine Stunde lang gar nichts, dann erst traute sich der Welpe aus dem Korb und nahm sein neues Zuhause in Augenschein, oder besser gesagt, in Nasenschein. Noch etwas ängstlich beschnüffelte er die ganze Wohnung und ließ keine Ecke aus. Zum Gassi gehen wurde er raus getragen, denn nun wohnte er im 1. Stock und für das Treppen steigen war er noch viel zu klein. Gleich ab der ersten Nacht stand fest, wo Basti schlafen wollte, neben Silvia, vor ihrem Bett. Sie legte ihre Hand auf den kleinen Körper und alle schliefen zufrieden ein.

Bis zum Alter von sechs Monaten, fuhr Silvia mit Basti jeden Dienstagabend zu einem Welpenspieltreff. Dort lernte er den Umgang mit seinen Artgenossen, anschließend besuchten die zwei gemeinsam die Hundeschule. Basti lernte "Sitz, Platz, Bleib, Hier" und andere wichtige Kommandos, die ein Hund wissen sollte. Er hatte immer viel Spaß dabei und lernte schnell was für ihn wichtig war. Niemals war er gegenüber anderen Hunden oder Menschen aggressiv. Durch diese Nähe zu ihrem Hund, war Basti von Anfang an etwas stärker auf Silvia fixiert, als auf Hans. Der nahm es gelassen, denn er ging sehr viel mit ihm alleine spazieren. Männer unter sich.

 

Basti hat noch eine große Leidenschaft, er "rettet" gerne Steine aus dem Wasser. Dabei traut er sich aber nur bis zum Bauch rein, geschwommen ist er noch nie.

 

Silvia und Hans buchen ihre Urlaubsziele nur mit Hund, sogar bis nach Dänemark kam Basti schon. An der Nordsee holte er Steine aus dem Meer und beim ersten mal schüttelte er sich kräftig. "Ihgitt, Salzwasser!"  Das kannte er noch nicht, aber schnell gewöhnte er sich daran, denn schließlich galt es in gewohnter Manier, die Steine zu "retten".

 

Eine kleine/große Marotte bewahrte er sich bis heute, Basti kann Spielzeug in weniger als 1 Minute zerlegen, ein Biss und es ist hin. Quitsche-Entchen und Bälle haben keine Chance, die Watte eines Stoffspielzeugs wird mit Hingabe heraus gezupft und wenn nur noch ein leerer Stofffetzen übrig ist, kann er sich stundenlang damit beschäftigen. Nimmt man ihm das Spielzeug weg und legt es oben auf den Schrank, dann wird diese Stelle "hypnotisiert". Das heißt, dass er sich nicht bewegt und immer dahin schaut. Auch nach einem Spaziergang erinnert er sich daran, setzt sich vor den Schrank und fixiert genau diese Stelle da oben an. Er biss alles kaputt, ob Kugelschreiber, Lineal, Papíer und was immer ihm zwischen die Zähne kam, aber er ging nie an Möbelstücke dran. Das mussten sie ihm hoch anrechnen.

 

Basti ist schon ein echter Genießer. Trotzdem sein Trinkbehälter jeden Tag mit frischem Wasser gefüllt wird, bevorzugt er das abgestandene Wasser aus der Blumengießkanne. Hat er soviel heraus getrunken, dass er nicht mehr ans Wasser kommt, meldet er sich bei Frauchen oder Herrchen und "zeigt" ihnen, was er möchte.

 

Mit den Jahren wurde Basti immer anhänglicher und verschmuster. Silvia und Hans wünschen sich, dass Basti um einige Jahre älter wird als Benji (11 J.). Zu ihrem Bedauern hat er allerdings schon leichte Herzprobleme, die sie mit Medikamenten gut im Griff haben. Trotz der leichten Einschränkungen, springt und tobt Basti wie ein Wilder herum, liebt lange Spaziergänge und fährt immer noch gerne Auto. Ob er am Geruch erkennt wo er ist, jedenfalls fängt er an zu fiepen, wenn sie sich dem Zielort nähern und bellt fröhlich, sobald sie da sind. Dann kann er es kaum erwarten bis sich die Heckklappe öffnet und er das Kommando "Komm raus" erhält. Basti ist ein vorbildlich gut erzogener Hund, das ist in solchen Situationen von Vorteil.

Mit seinen 41 cm Schulterhöhe, fällt er unter die Hundeverordnung des Landes NRW. Das heißt, er wurde gechipt, geimpft und wird im Ort an der Leine geführt. Außerdem mussten Sachkunde und ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden. Natürlich hat er auch den blauen Europäischen Heimtierausweis - Pet Passport.

 

Plocki von Wittel  1972 - 1985

Benji  1987 - 1998

Basti ab 1998

 

Von jeher liebte Silvia schwarze Hunde und Pferde, nur bei den Pferden klappte es mit der Farbe "Schwarz" nicht, denn sie reitet liebend gerne auf fuchsfarbenen Pferden.

 

Amigo

Chico

 

© Text / Entwurf - Gitta Gesing

© Bilder - Silvia Nikulski, Gitta Gesing - April 2007

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Wenn Sie Spaß am lesen hatten, dann freuen Sie sich auf die nächste News Geschichte im November 2007 über zwei Stuten. In   "News & Archiv"  finden Sie alle Geschichten schnell wieder.

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Es gibt 2 kleine Geschichten über Basti`s Vorgänger zu lesen

 in  "News 6"  ist das "Plocki von Wittel"  und in  "News 9"  heißt er "Benji"

 

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