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Kleine Geschichten - 10

 
 
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Gestatten, mein Name ist

Im Mai 2009 wollte ich, eine Europäische Kurzhaar Katze, kurz EKH, geimpft und gechipt, meinen 17. Geburtstag feiern. Das schaffte ich leider nicht mehr, denn nach kurzer, schwerer Krankheit, verstarb ich am 14. Januar 2009.

Trotzdem möchte ich meine Geschichte gerne selber erzählen, deshalb fange ich gleich mal damit an.

 

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Mein früheres Zuhause  

Also, geboren wurde ich im Mai 1992, wie viele Geschwister ich hatte, ob ich von anderen Menschen adoptiert und aufgezogen wurde, ist mir nicht bekannt.

Jedenfalls war ich in einer Familie das absolute Oberhaupt, das heißt, nur meine beiden Menschen und ich, bis sie eigene Kinder bekamen. Von heute auf morgen fühlte ich mich bei ihnen abgemeldet, überflüssig und störend.

 

Das nagte an meinem Selbstbewusstsein und ich fügte mir Wunden zu, sprich, ich biss mir so lange in meinen Schwanz, bis er blutete. Damit versuchte ich den Liebesentzug meiner Menschen besser zu ertragen, die nur noch Augen für ihr Menschenbaby hatten.

Leider wurde alles noch viel schlimmer, als ich es je zu träumen wagte, denn meine Menschen hatten genug von meinem blutigen Schwanz, womit ich ihre Wohnung ruinierte. Kurzerhand steckten sie mich in den Transportkorb und brachten mich zu einer Tierärztin mit der Bitte, mich einzuschläfern!!!

 

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Das Tierheim

Die Tierärztin kam ihrer Bitte nicht nach, Gottseidank, sonst wäre meine Story hier schon zu Ende. Nein, sie hatte etwas anderes mit mir vor, sie entschloss sich dazu, mir meinen Schwanz zu amputieren, sprich, wegzunehmen. Dafür kürzte sie ihn um etwas mehr als die Hälfte und ließ ca. 10 cm noch dran.

Hurra, jetzt war ich Jimmy, der mit/ohne Schwanz Kater, 10 Jahre alt und ich lebte noch! Nachdem ich einige Zeit von der schweren Operation genesen war, brachte mich die Tierärztin  Anfang 2003 in ein Tierheim. Hier saß ich in einer eigenen „Wohnung“ neben anderen Artgenossen und wir warteten gemeinsam auf Menschen, die uns adoptieren wollten.

Nach ca. 2 Monaten nahm man mich und einige meiner Kollegen mit in die Sendung von Claudia Ludwig „Tiere suchen ein Zuhause“, die immer Sonntagabend im WDR ausgestrahlt wurde. Trotzdem ich mich von meiner besten Seite zeigte, wollte mich niemand haben. Schade, meinen Nachbarn ging es besser als mir, denn kaum waren sie eingezogen, zogen sie auch gleich wieder aus, nur ich blieb wo ich war.

Mit der Zeit wurde es für mich immer frustrierender, ich glaubte, dass ich furchtbar hässlich aussah mit meinem kurzen Schwanz, meiner dunklen Fellfarbe und mich deshalb niemand haben wollte. Deshalb verkroch ich mich immer unter den Decken und verhielt mich ganz ruhig, wenn Interessenten kamen. Die Monate zogen ins Land, ich saß immer noch im Tierheim fest und keiner wollte mich haben, so ging es den ganzem Sommer über und das änderte sich auch im Herbst nicht.

Das große Winterfest am 9. November 2003 im Tierheim stand vor der Tür, das bedeutete, dass Hunderte von Menschen kamen und alle Türen für sie geöffnet wurden, damit sie überall nach den Tieren gucken konnten. Natürlich erhofften sich die Tierheimleitung und ihre fleißigen Helfer, dass viele Tiere endlich in ein richtiges Zuhause einziehen konnten. Dafür wurden 2 große Feste pro Jahr veranstaltet mit vielen Verkaufsständen, Musik, Hundespiele und -vorführungen und vieles mehr.

Das Frühlingsfest hatte ich schon miterlebt und wusste, was uns erwartete. Viele fremde Menschen und Hunde, die manchmal laut schreiend an unseren Wohnungen vorbei liefen. Daneben gab es auch Leisetreter, die sich flüsternd bewegten, um uns nicht zu erschrecken. Diese Menschen liebten wir Stubentiger natürlich am meisten. Außerhalb der Hauptveranstaltungen durften Besucher einfach mal reinschnuppern, wenn sie gerade in der Nähe waren, so auch an dem Sonntag, eine Woche vor dem großen Fest.

 

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Die Tür ging auf, eine Tierheimmitarbeiterin betrat zusammen mit einer fremden Frau unser Haus. Langsam gingen sie an unseren Wohnungen vorbei und unterhielten sich angeregt. Mein Nachbar knurrte sie an und versteckte sich sofort, ich dagegen blieb vorne am Zaun sitzen und schaute mir alles in Ruhe an. Neugierig sog ich die fremden Düfte durch meine Nase ein, mir gefiel, was ich da roch.

Nun standen beide vor mir, ich schaute sie von unten mit meinen großen ruhigen Augen an, die fremde Frau war so entzückt von mir, sodass die Mitarbeiterin ihren Schlüssel zückte und die Tür zu meiner Wohnung aufschloss.

Ruck zuck standen sie neben mir, die fremde Frau streckte mir langsam ihre Hand entgegen und wollte dass ich erst mal ihre Finger beschnuppere, bevor sie mich berührte. Das war ein guter Schachzug, denn viele Menschen denken nicht daran, dass wir Katzen sie erst mal riechen wollen; so wie Tiere es immer machen; bevor sie uns berühren.

Irgendwie fühlte ich mich sofort zu der fremden Frau hingezogen und wollte am liebsten in ihre Jackentasche kriechen. Auch sie wollte gar nicht mehr weggehen und dann hörte ich sie sagen, wie schön es wäre, so eine liebe Katze zu Hause zu haben. Auch mein Alter, inzwischen war ich 11 Jahre, befürwortete sie begeistert, mein kurzer Schwanz gefiel ihr super gut, sie fand ihn sogar süß! Ja, meine Farbe war etwas gewöhnungsbedürftig, denn ich sah wie eine norwegische Waldkatze aus, grau-schwarz-beige getigert, wobei das grau-schwarze dabei überwiegte. Einzigartig waren weiße Haare auf meiner linken Nasenseite. Und nicht zu vergessen, am vorderen Hals leuchtete ein weißer Kragen und alle 4 Pfoten waren ebenfalls weiß. Also doch nicht so dunkel, wie es sich im ersten Moment anhörte. Mein riesig großer Kopf beeindruckte sie, aber verschüchterte sie nicht im Geringsten. Ich war das Sinnbild eines stattlichen Katers! Miau!

 

Alles hätte so perfekt sein können, wenn, ja wenn da nicht mein „falsches“ Geschlecht gewesen wäre! Ich war eine männliche Katze, sprich, ein Kater! Und einen Kater wollte sie nicht! Sie erzählte von ihren 3 Mädels; Perle, Mausi, Susi; eine Katze wollte sie haben, keinen Kater!!! Vorurteile hatte sie gegen Kater, irgendwann mal gehört und nicht mehr vergessen.

Traurig saß ich da und sinnierte so vor mich hin, aus der Traum, tschüss Jimmy, bleib gesund und munter, irgendwann kommt der Mensch vorbei der mich liebt! Ha - Ha!

 

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Die fremde Frau war weg und ich sah sie nicht wieder, dachte ich. Aber ich sollte mich gewaltig getäuscht haben, denn schon 5 Tage später, am Freitag den 7. November 2003, stand sie vor meiner Wohnung und fragte mich doch tatsächlich, ob ich Lust hätte, mit ihr nach Hause zu gehen!

Ob ich Lust hätte? Na klar hatte ich Lust! Nach Hause, wo immer das war, da wollte ich hin. Sicher, hier im Tierheim war es nett, lecker Essen, warm im Winter, viel Gesellschaft, aber nur ein Zimmer. Zuhause, das hörte sich nach mehr an. Für mich begann ein Abenteuer  5 wundervoller Jahre.

Sie hatte extra einen Transportkorb für mich gekauft, da ging ich sogar freiwillig! rein. Richtig gehört, freiwillig! Solche Ausflüge hatte ich gerne, denn dann sah ich mal was anderes außer meinen eigenen 4 Wänden, egal ob es dabei wie immer zum Tierarzt ging. Jetzt allerdings ging es nicht auf geradem Weg zum Tierarzt, sondern in ein neues Zuhause.

Weil sie vorher alle Formalitäten erledigte; unter anderem 80 € Schutzgebühr bezahlte; ging es aus dem Katzenhaus raus, direkt zu ihrem Auto und stellte mich samt dem Korb darauf. Hurra, ich hatte ein neues Frauchen! Hurra! Sogleich holte sie wieder ihren Fotoapparat heraus; das kannte ich ja schon vom ersten Mal von vor 5 Tagen; als sie mich in meiner Wohnung fotografierte.

 

 

Anschließend fuhren wir nach Hause in die benachbarte Stadt, dort angekommen stellte sie den Korb mit mir darin in den Flur, setzte sich daneben auf die Erde und öffnete die Boxentür.

Zuerst sog ich den Raumduft genüsslich ein, dann setzte ich eine Pfote vor die andere und stand wahrhaftig mit meinen eigenen Füßen in meinem neuen Heim. Waoh! Das war umwerfend schön für mich, ich schaute mein neues Frauchen an, sie nickte mir zu und sagte, dass ich mich mal umschauen sollte, sofort lief ich los.

 

Meine erste Station war die Küche, hier roch es lecker nach Futter, doch dafür hatte ich im Moment keine Zeit. An Tisch und Stühle vorbei ging es einmal der Länge nach durch die Küche bis zum Fenster und an der Spüle, Waschmaschine, Herd und Kühlschrank wieder zurück.

Aha, das war die Küche, ich betrat den Flur wo sie saß, schaute einmal in ihre glänzenden Augen; ich glaube sie weinte vor Glück; danach ging ich in das Wohnzimmer. Auch hier immer an der Wand entlang, sprich, einmal an allen Möbeln vorbei. In einer Ecke stand ein riesengroßer Kratzbaum der reichte vom Boden bis zur Decke, den wollte ich gleich mal ausprobierte. Hi, hi, das war ein markieren! Damit beschloss ich, das hier ist mein Revier!

Wieder zurück im Flur, sie saß auch noch da und nickte in Richtung Schlafzimmer, das schaute ich mir auf ähnliche Weise an wie die beiden anderen Zimmer. Danach ging ich ins Bad, hier stand meine Toilette, gut zu wissen.

Damit ich mir alles besser merken konnte, machte ich exakt die gleiche Runde nochmal, Frauchen saß immer noch an derselben Stelle und schaute mir dabei neugierig zu. Meine Ohren glühten heiß vor Aufregung.

 

Nach der ganzen Rennerei fraß ich erst mal ein paar Häppchen, weihte das Katzenklo ein und lief ins Wohnzimmer, Frauchen immer in meiner Pfoten  (Fuß-) spur. Sie kam zu mir, nahm mich vorsichtig auf den Arm und setzte mich auf die Fensterbank, auf der ein zusammengefaltetes Handtuch lag.

 

 

Woah, ich war hin und weg, Vogel-TV live, wirklich echte Vögel da draußen und die Winter-Sonne lachte. Unter der Fensterbank war die Heizung, klasse, hier wollte ich bleiben bis ich sterbe! Nee, im Ernst! Hier war es wunderschön, nicht zu vergleichen mit dem Tierheim, aber das konnten sie keinem Tier dort  bieten, Tierheim bleibt ein Heim für „Elternlose“ Tiere, nüchtern gesehen.

Um nichts in der Welt wollte ich diesen Platz jemals wieder verlassen, so wohl fühlte ich mich von Anfang an. Sofort vertiefte ich mich in die Fellpflege, kratzte mich ausgiebig hinterm Ohr, putzte und putzte und putzte mich, zwischendurch warf ich einen Blick aus dem Fenster, um nachzuschauen, ob die Vögel noch da waren. Ja, waren sie. Dann schlief ich friedlich ein.

Wie lange ich geschlafen hatte wusste ich nicht so genau, war auch egal, ich hatte Hunger. Doch, wie sollte ich von der Fensterbank wieder runter kommen, tja, wie eine Katze eben, runter springen. Gesagt, getan, ein mutiger Sprung und ich war unten, nach dem Fressen ging es in umgekehrter Reihenfolge wieder auf die Fensterbank. Frauchen brauchte mir nicht zu helfen, das schaffte ich locker alleine. Ich glaube, sie war sehr glücklich darüber.

 

Draußen wurde es langsam dunkel und sie ließ die Rollladen runter. Irgendwann machte sie die Heizung aus und mir wurde es am Fenster zu kalt, deshalb schaute ich mich nach einem anderen Schlafplatz um und fand ihn auf der Couch. Frauchen hatte vorsichtshalber eine Decke darauf gelegt, wegen meiner Haare; das wusste sie von früher mit ihren 3 Mädels schon. Ich kuschelte mich in diese wunderbare weiche, warme Decke ein und schlief die ganze Nacht durch, ohne einmal wach zu werden.

 

Ich fühlte mich wie

(Bild links)

 

 

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Am nächsten Morgen wartete eine weitere Überraschung auf mich. Neugierig? Frauchen öffnete die Wohnzimmertür zum Balkon! Aha, interessant, frische, kalte Luft kam herein, hatten wir doch den 8. November 2003, es war Winter. Vorher hatte sie mir ein Katzengeschirr; einem Hundehalsband ähnlich, nur mit Bauchgurt; umgelegt, für den Fall, dass ich über die Balkonmauer springen und weglaufen würde. Dass ich hoch springen konnte, wusste sie vom Vortag mit der Fensterbank schon. Wollte ich aber nicht, doch das konnte ich ihr nicht sagen, sie verstand keine Katzensprache.

Es war noch dunkel draußen, aber das störte mich nicht, denn ich hatte ja Katzenaugen, mit denen ich sehr gut im Dunkeln sehen konnte, im Gegensatz zu Menschen, die das nicht können. Meine Ohren weit aufgestellt bekam ich alle Geräusche von draußen mit. Nach einigen Minuten war ich vor Aufregung und Kälte so zugefroren, dass ich mich auf meine geliebte Fensterbank flüchtete um mich aufzuwärmen und das gerade erlebte zu verarbeiten.

 

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Plötzlich hörte ich eine Stimme aus einem anderen Raum, Frauchen rief mich: „Jimmy, komm essen! Lecker, Lecker! Komm hier!“ Schnell sprang ich von der Fensterbank herunter und lief in die Küche, von hier kam die Stimme und hier roch es super gut nach Leckerchen. Hmm.

Das schmeckte gut, ich hatte die Wahl zwischen Trockenfutter und Frischfutter aus der Dose, beides stand für mich bereit. Wie gewohnt begann ich mit den Brekkies, nachdem die weggeputzt waren, machte ich mich über das Frischfutter her. Am Ende des Mahls lief ich ins Wohnzimmer und leckte mir ausgiebig mein Mäulchen. Danach wusch ich mir das ganze Gesicht abwechselnd mit den Vorderpfötchen. Anschließend ging es wieder auf - DIE - Fensterbank. Logo.

 

Große Dosen - 400 gr.

Frauchen war schon eine Marke für sich, ich meinte das im positiven Sinne, sie hatte für eine komplette Fußballmannschaft eingekauft, das Essen reichte bestimmt für ein ganzes Jahr. GROSSE Dosen Futter, wer sollte das schaffen? Und jede Menge Trockenfutter, sie dachte beim Einkauf sicher an ihre 3! In Worten – DREI – Mädels, die das Essen in null-komma-nix weggefuttert hatten.

Hallo Frauchen, ich war alleine hier, haaaallloooo! An einer großen Dose fraß ich 3 Tage, igittigitt, 3 Tage morgens und abends das gleiche, nee, ohne mich! Da hatte sie sich wohl leicht verschätzt, war sicherlich keine böse Absicht von ihr, einfach nur total verschätzt.

Kleine Dosen - je 100 gr.

 

Das Trockenfutter war von einer bestimmten Firma, für die Mädels war das optimal, für mich, weil ich ein Kater war, ging das gar nicht, denn es konnte Harnstein erzeugen und davon waren sehr viele Kater betroffen. Schweren Herzens trennte sich Frauchen von dem Futter und besorgte mir anderes, mit dabei kleine Dosen mit je 100g, gerade richtig für eine Mahlzeit und anderes Trockenfutter. Nun war die Welt für mich wieder in Ordnung. Wie sagt ein Sprichwort? „Man wird alt wie nee Kuh und lernt immer noch dazu!“ Miau.

 

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Noch ein Fenster!

Die ersten Tage waren schon sehr aufregend, nun erwachte ein neuer Tag und für mich ein neuer Blickwinkel.

Es gab noch ein Zimmer mit einem Fenster und da hob Frauchen mich jetzt hoch. Hey, was für eine schöne Aussicht. Mein Blick fiel sofort auf den Vorgarten, wo gerade ein Vogel auf dem ca. 50 cm kleinen Zaun saß. Vogel TV live auch hier! Yippie! Ich war hin und weg und wollte schnellstens auf die Fensterbank, Frauchen hatte ihren Spaß mir dabei zuzuschauen.

 

Welch ein spannendes Abenteuer erlebte ich da gerade. Hatte ich mich doch alle Tage zuvor auf die Wohnzimmer-Fensterbank konzentriert und nun das! Woah! Einfach herrlich!

Ich konnte mich gar nicht satt sehen, so überwältigt und glücklich war ich im Moment. Nachdem ich einige Zeit am Fenster saß, überkam mich eine wohlige Müdigkeit. Mit einem Satz war ich auf der Erde, lief ins Wohnzimmer und mit einem Satz sprang ich auf die Fensterbank.

Wer die Wahl hat – hat die Qual, ich überlegte, wann ich wo zu welchem Fenster zuerst hingehen sollte.

Mit Fliegenschutzgitter als Sicherheit!

Ein paar Tage später hatte Frauchen ein Einsehen mit mir und stellte je einen Hocker vor die Fenster, damit ich mich nicht so strecken brauchte. Nee, im Ernst, wenn ich runter sprang, ging das ganze Gewicht auf meine Vorderbeine und sie hatte Angst davor, dass ich kurz über lang vielleicht Probleme in der Schulter und den Pfoten bekommen könnte, das wollte sie verhindern. Mir machte es sichtlich Freude, beim hoch- und runterspringen, eine kleine Pause einzulegen. Ja, so war mein neues Frauchen, immer besorgt um mich, ich schätzte das sehr.

 

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Ich war krank  

Ich war erst ein paar Tage „zu Hause“, als eine dicke Bronchitis ausbrach, die ich aus dem Tierheim mitgebracht hatte. Das war keine Seltenheit und passierte anderen Tieren auch. Allgemein war es üblich, dass die erste Erkrankung im neuen Heim noch vom Tierheim bezahlt wurde, damit den neuen Pflegeeltern keine Kosten entstanden. Also packte Frauchen mich in die Transportbox und chauffierte mich zur Tierheim-Tierärztin; die kannte ich ja schon von meiner Schwanz-OP.

 

Mit einer dicken Spritze vor Ort und Tabletten im Gepäck, ging es danach wieder zurück. Frauchen war nicht mehr in Übung, denn ihre letzte Katze war schon über 7 Jahre im Katzenhimmel. Will sagen, sie tat sich etwas schwer damit, mir meine Tabletten 2x täglich zu geben. Freiwillig machte ich mein Mäulchen jedenfalls nicht auf, aber irgendwann hatte sie den Dreh raus und ich spielte geduldig mit, ergab mich in mein Schicksal. Mir blieb ja auch keine andere Wahl übrig, wenn ich wieder gesund werden wollte

 

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Der 1. Advent stand vor der Tür, Silvia hatte eine Überraschung die sie Frauchen gab. Nur für mich! Einen Katzen-Advents-Kalender mit leckerem Trockenfutter! Hmmm, nur für mich! Nur für mich! Ich konnte es kaum glauben, nur für mich! Danke, liiieeebeee Silvia!

Bis Weihnachten wurde nun jeden Tag ein Türchen geöffnet, dazu rief Frauchen mich immer. Es war sehr spannend für mich, denn in jedem Tütchen waren andere Leckereien. Herrlich!

 

 

 

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Balkon, ich komme

Inzwischen übte ich mit Frauchen täglich, mich ohne Angst auf dem Balkon zu bewegen. Dazu lockte sie mich mit Spielzeug nach draußen. Sehen konnte ich noch nix, außer die Bäume oben, denn eine ca. 1.20 m hohe Mauer begrenzte den Balkon und weil ich so klein war und weil die Mauer so hoch war, konnte ich nicht darüber gucken. Kommt Zeit, kommt Rat.

Bevor ich über die Balkon-Mauer gucken durfte, kaufte sie erst mal ein Sicherheitsnetz, das von einer Seite zur anderen über der Mauer gespannt wurde. Sicherheit deshalb, damit ich nicht vom Balkon runter fallen konnte. Aha. Frauchen dachte wirklich an alles.

 

Dann war es soweit, an einem sonnigen Dezembertag hob Frauchen mich auf einen „Hochsitz“, von wo aus ich über die Mauer gucken konnte. Woah, was ich sah, haute mich glatt vom Hocker! Ich sah einen großen Garten, der hauptsächlich aus Rasen bestand, von/bis x Meter, Bäume, Häuser, Lampen, Autos, Menschen, Hunde, und meine heiß geliebten Vögel. Hier wollte ich alt werden! Hurra! Ab dem Zeitpunkt bettelte ich, wenn ich nach draußen wollte und Frauchen verstand mich. Morgens und abends war das selbstverständlich, denn schließlich hatte ich nun ein riesiges Areal zu betreuen, sprich, nach dem Rechten zu schauen, wenn auch nur vom Balkon aus, aber immerhin.

 

War das schön - Sonne und frische Luft

 

 

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Komisches Frauchen  

Irgendwie kam mir mein neues Frauchen komisch vor, noch wusste ich nicht woran das lag. Wir bekamen Besuch von ihrer langjährigen Freundin Silvia, die mich gerne mal kennen lernen wollte. Aus Kulanzgründen hatte sie ihren Hund „Basti“ zu Hause gelassen, damit ich keine Angst zu haben brauchte, schließlich wusste ja niemand, ob oder ob nicht, ich mich mit Hunden verstehen würde. Ganz ehrlich? Ich hasste Hunde! Schon im Tierheim regten sie mich mit ihrem ständigen Gebelle auf und ihrer Wichtigtuerei. Hunde, nee, ohne mich, basta!

Silvia war erst kurz da und machte eine wichtige Entdeckung! Das war das Geheimnis, warum mein Frauchen mir so komisch vorkam. Mein neues Frauchen rannte ständig hinter mir her!!! Warum? Keine Ahnung!

 

Jedenfalls bekam sie nichts auf die Reihe. Silvia hatte dafür eine ganz einfache Lösung, die lautete: „Mach Du Deine Sachen wie immer und lass den Kater hinter Dir herlaufen, nicht umgekehrt, dann schaffst Du auch Deinen normalen Tagesablauf wieder!“

Silvia sei Dank, sie konnte Hellsehen, Frauchen befolgte ihre zarten aber bestimmten Worte und siehe da, von nun an lief alles wie geschmiert.

Silvia durfte „gerne“ ihren Hund „Basti“ mitbringen, ich freute mich schon darauf, hatte sie doch Frauchen verhext und wieder normal gemacht. Was ich noch nicht wusste war, jedesmal wenn Silvia zu uns kam, wurde sie von „Basti“ begleitet und ich hatte nichts dagegen! Ja, ja!

 

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Mit meinen 11 Jahren wollte ich hin und wieder etwas spielen, obwohl ich nie der große Spieler war. Dazu durfte ich mich unter der bodenlangen Gardine verstecken, von da aus schaute ich heraus und Frauchen fand das einfach entzückend.  Die schwarze Maus brachte Silvia mal mit, nun weihte ich sie ein.

 

 

Der Fotoapparat war in ständiger Bereitschaft, denn schließlich wollte sie viele Bilder von mir für die Ewigkeit haben.

 

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„Heut ist heilige Nacht, Chor der Engel erwacht, weihnachtlich glänzet der Wald, freue Dich, das Christkind kommt bald…“ Mein erstes Weihnachtsfest im neuen zu Hause, ich war richtig ergriffen, im Wohnzimmer stand ein festlich geschmückter Tannenbaum. Es gab ein richtiges Menü zum Mittag – gebratenes Fischfilet und zum Nachtisch einen Löffel voll Sahne.

 

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Vom Schlafen und Schäfchen zählen

Meine Lieblingsbeschäftigung blieb nach wie vor das schlafen; denn wir Katzen verschliefen die Tage mit rund 20 Stunden, für uns war das völlig normal. Ende Januar überraschte Frauchen mich mit einem herrlich weichen, warmen, weißen Schafsfell, das auf der Wohnzimmer-Fensterbank ab sofort seinen festen  Platz fand. Das Fell war so kuschelig, dass ich nicht mehr aufstehen wollte, genüsslich räkelte ich mich darauf. Wäre ich nackt, dann wären das hier jetzt Aktfotos, hi – hi, Pech gehabt. Es soll tatsächlich Nacktkatzen geben, die ganz ohne Fell gezüchtet wurden und die viel Geld kosteten. Über Nacht machte ich mich auf der Couch breit, so dass Frauchen immer ihre Beine einziehen musste, wenn wir beide da liegen wollten. Ich hatte sie schon gut im Griff, hi – hi.

 

 

 

Um meine 20 Stunden täglich voll auszukosten, probierte ich es mit verschiedenen Schlafstellungen aus. Mal streckte ich beide Vorderpfoten weit nach vorne und bettete meinen Kopf zwischen ihnen, ein anderes Mal legte ich mich auf eine Seite, wobei ich meine Pfoten lässig neben mir ließ. Besonderes Vergnügen bereitete mir das schlafen auf dem Rücken, hierbei streckte ich noch zusätzlich meine Vorderpfoten über den Kopf hinweg, ganz weit oder ich zog meinen 10 cm Schwanz ganz hoch über den Rücken! Absolut neckisch, meine Schlafstellungen, oder?  Noch eine tolle Sache war, dass ich mir eine Vorderpfote über die Augen legte und nur meine Nase und mein Schnütchen samt Schnurrhaare zu sehen blieben. Frauchen fand alle meine Posen einfach nur entzückend.

 

Meine Hinterpfötchen

 

Frauchen überlegte sich einen Kosenamen für mich, Mausi ging nicht, weil eines ihrer Mädels so hieß. Wie wäre es mit "Bärli"? Kommt von echte Bären! Fragte sie mich und fortan rief sie mich genau so - Bärli, komm mal hier - Bärli, lecker - Bärli ..., ich hörte es gerne und folgte willig, nicht immer, aber immer öfters.

 

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Weihnachten war vorbei und wir bereiteten uns auf Silvester vor. Mir schwante etwas, wurde da nicht mitten in der Nacht ein lautes und buntes Feuerwerk entfacht? Ja, leider! Schon die Tage vorher konnten es manche Nachbarn nicht abwarten und meinten, dass alle ihre Böller hören wollten! Manchmal erschrak ich mich dermaßen, dass ich kerzengerade im Bett saß! Musste das sein? Ich hatte das Gefühl, als ob es vor unserem Balkon wäre, so laut war das. Frauchen selber hielt auch nichts von der ganzen Knallerei, ihr ging es ähnlich wie mir.

 

 

Das Wohnzimmer schmückte sie mit Luftschlangen, eine Häufchen davon legte sie direkt vor meine Nase und wühlte darin herum. Das knisterte so schön, dass ich auch gleich mitmachte. Hey, was für ein Spaß, steckt da etwa einer drin? Das musste ich herausfinden.

Wie ich es voraus sah, wurde mitten in der Nacht ein Heidenspecktakel veranstaltet und das neue Jahr 2004 damit begrüßt. Die Silvesterknaller flogen mit lautem Getöse in alle Richtungen, da ich keine Ohrenstöpsel hatte, verkroch ich mich unter das Bett. Frauchen fand mich ganz schnell und ließ mich da sitzen, irgendwann kam ich wieder hervor, lief noch mal durch die Wohnung, sprang auf die Couch um die restliche Nacht wenigsten im Halbschlaf zu verbringen. Das war eine ätzende Nacht und brauchte sich so schnell nicht zu wiederholen.

 

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Winterzauber

Jetzt war das neue Jahr erst 4 Tage alt und es begann zu schneien, am Abend waren es schon 2 cm! Frauchen beschloss, das erste Mal mit mir nach draußen zu gehen. Dafür bekam ich das schicke rote Geschirr um, das ich bereits von den ersten Balkongängen kannte, bevor das Sicherheitsnetz gespannt wurde.

Die Wohnungstür öffnete sich, Frauchen stand im Hausflur und lockte mich, dann lief sie die 4 Stufen hinunter und wartete an der Haustür auf mich. Weil ich nicht wusste wo wir hin wollten, ließ ich mir entsprechend Zeit und schaute mich im Treppenhaus erst mal in aller Ruhe um.

 

Frauchen nahm mich auf den Arm, öffnete die Haustür, lief mit mir zusammen raus und setzte mich erst mal auf unserer Fensterbank ab, das hatte sie sich so ausgedacht. Sie zitterte vor Aufregung am ganzen Körper, genau wie ich und weil sie nicht wusste, was ich machen würde, entschloss sie sich für diesen Weg. Inzwischen reckte ich meinen Kopf in alle Richtungen und war überwältigt von dem Anblick.

 

 

Nach einigen Minuten setzte sie mich auf die Erde und ich fühlte das allererste Mal Schnee unter meinen Pfoten. Iiihhh, war das kalt und nass! Das war Schnee, den die Menschen so sehr liebten, wie ging das? Ich wollte nicht meckern, sondern war neugierig was mich hinter der nächsten Ecke erwartete und deshalb lief ich direkt los. Frauchen war in meinem Schlepptau und „hing“ an der Leine. Sie zeigte mir den Garten, den ich schon vom Balkon aus kannte. Dieses hier war etwas völlig anderes, denn nun sah ich alles von unten, in Augenhöhe

 

 

Langsam fror ich, der Schnee klebte an meinen Pfoten fest, weil er sehr nass war, dadurch fiel mir das laufen schwer, das störte mich enorm. Ich naschte von dem Schnee, irgendwie schmeckte der nach Wasser, so ähnlich wie aus meinem Wassernapf, nur war das hier viel kälter als ich dachte. Nach ca. 10 Minuten beendeten wir den Ausflug, ich lief alleine ins Haus, Frauchen brauchte mich nicht zu tragen. Sie zeigte mir unsere Wohnungstür, öffnete sie und beim reingehen rieb ich mal eben mit meinem Kinn an der Tür. Das war wieder ein markieren, sollte für andere Kater heißen, hier war mein Revier.

War das spannend, Frauchen putzte mir die Pfoten ab, den Rest machte ich selber. Wo? Natürlich auf der Wohnzimmer-Fensterbank, über der Heizung. Das war Klasse, nachdem ich mich zu Ende geputzt hatte, schlief ich erst mal friedlich ein und träumte vom Ausflug. Süß. Von Tag zu Tag gefiel es mir immer besser hier, hatte ich doch die richtige Wahl getroffen!

 

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Mein Tasso-Tierausweis

Nun war es amtlich, Anfang Januar 2004 kam mein Tasso-Tierausweis zusammen mit der blauen Kennmarke. Auf dieser Marke standen meine unverwechselbare Kennnummer, der Satz „Ich bin registriert bei Tasso e. V“ und die Tiernotrufnummer. Frauchen befestigte sie sofort an meinem roten Ausgeh-Geschirr. Sollte ich mal weglaufen, kann man über Tasso mein Frauchen ausfindig machen und mich nach Hause bringen. Hoffentlich passierte das nie. Jetzt hatte ich alle meine Unterlagen zusammen -  den Tierausweis und den Internationalen Impfpass.

 

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Neu-Schnee

Auf eine weiße Weihnacht warteten wir vergeblich, nun gab es reichlich davon, wir schrieben den 19. Januar 2004. Irgendwann fielen die weißen Flöckchen sachte vom grauen Himmel.

links: Plastik-Kiste

rechts: Papp-Kiste

 

Damit ich den Garten besser sehen konnte, rannte Frauchen in den Keller und kam mit einem weißen Balkontisch wieder, den sie an die Balkonmauer hing. Eigentlich hatte so ein Tisch eine ganz andere Funktion, doch nun war es meiner. Darauf stellte sie noch eine Plastik-Kiste mit dem Boden nach oben und bat mich liebevoll auf, darauf Platz zu nehmen. Ja, so machte die Aussicht vom Balkon doppelt so viel Spaß als vorher. Zwar standen die Blumenkästen da, doch ich konnte problemlos rüber gucken. Gespannt schaute ich mir den weißen Rasen an und entdeckte schneller als sonst die Vögel, die darüber stolzierten, oder fangen spielten.

 

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Mein 2. Lieblingsplatz

Auf dem Balkontisch stand nicht mehr die Plastik-Kiste, sondern eine Kiste aus stabiler Pappe. Das fand ich super gut, denn nun legte ich mich gerne darauf, schließlich konnte ich auch aus dieser Position heraus den Garten beobachten. Dort putzte ich mich und gähnte hier und da schon mal ausgiebig. Wenn dann noch die Sonne lachte, war mein Glück perfekt. Immerhin hatten wir gerade mal Mitte Februar. Ich liebte es, ich liebte es, ich liebte es!

 

 

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Schnee wohin das Auge blickte, zum dritten Mal in diesen Winter, es war der 29. Februar; Schaltjahr, sprich 1 Tag mehr im Februar, statt 28 Tage; und diesmal machte der Winter Nägel mit Köpfen.

Satte 10 cm Schnee lud mich zum spazieren gehen ein, dieses Mal war es tagsüber, die Sonne schien vom strahlend blauen Himmel. Ich staunte selber darüber, wie selbstbewusst ich mich in der kalten, nassen, weißen Masse bewegte, keine Spur von Ängstlichkeit, warum auch.

Einmal wollte ich mich hinsetzen, das gelang mir sogar, dafür stellte ich meine Hinterpfoten ganz dicht zusammen unter meinem Bauch und legte meinen Allerwertesten langsam darauf. Genug dichte Behaarung hatte ich unterm Bauch. Ich war schon ein Pfundskerl! 

Im nächsten Moment rannte ich neugierig zum Zaun, was war auf der anderen Seite? Im Schnee wirkte mein dunkles Fell nach dunkler, aber das kam daher, weil der Schnee so weiß war und mein Winterfell immer dunkler wurde.

War da etwa unterm Schnee gerade ein Geräusch von einer Maus? Da musste ich aber schnell nachgucken und schon wühlte ich mit meinen Vorderpfoten im Schnee, hei wie schön.

Es war traumhaft schön, ich genoss jede Minute da draußen und wollte gar nicht mehr ins Haus zurück. Jetzt lief ich an einer 5m langen Leine, das erlaubte mir viel mehr Bewegungsfreiheit als die 1,20 m kurze Leine.

Leider taute der Schnee komplett über Nacht weg, doch am nächsten Tag, dem 1. März schneite es erneut. Hurra, Neu-Schnee, noch mal ging es nach draußen, mittlerweile wurde es zur Gewohnheit, klasse. Frauchen dachte, dass es für diesen Winter das letzte Mal wäre und wollte mir eine Freude machen. Danke Frauchen, war Dir gelungen.

Auch dieser Schnee war schneller wieder weg, als man gucken konnte, schließlich wohnten wir hier nicht auf dem freien Land, sondern in einer Großstadt, da hält sich Schnee nicht lange.

 

Man glaubt es kaum, aber es gab noch mal Schnee, am 10. März, dieses war nun wirklich der Letzte in diesem Winter und nur von kurzer Dauer.

 

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Frühlingsgefühle

Frauchen wollte mir eine Freude machen und brachte eine künstliche Katze; ich meinte ein Plüschtiger; mit nach Hause und dachte sich, dass diese Katzenattrappe mein Spielkamerad sein könnte. Dachte ich zuerst auch aber schnell stellte ich fest, das alles was ich mit diesem Tier anstellte, sich als einseitig herausstellte. Sollte heißen, dieses Plüschtier konnte nicht mit mir spielen, weil es nicht lebte, so wie ich. Schnell verlor ich das Interesse und Frauchen fand es sehr Schade, ging nicht anders.

 

 

 

Nachdem der letzte Schnee wegtaute, wurden die Tage länger und wärmer, also konzentrierte ich mich auf den kommenden Frühling. Vor einem Jahr verbrachte ich ihn im Tierheim, ohne auch nur einmal an die frische Luft zu kommen. Jetzt war alles anders.

 

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Wenn ich morgens aufstand, wurde es draußen schon früher heller als um Weihnachten herum und manchmal sah ich einen wunderschönen Sonnenaufgang. Frauchen hatte eine tolle Idee, sie wollte von mir Fotos machen und dafür eine Tricklinse benutzen. Diese Tricklinse hatte einen besonderen Schliff – einen Achterstern, der die Lichtquelle; hier die Sonne; mit acht Spitzen versah, die einen Stern ergaben. Das war mal eine klasse Idee, ganz anders, als all die anderen Fotos, die ich von mir kannte. Die Sonne stieg rot gefärbt am Horizont auf und ergab einen rot orange Stern auf den Bildern. Ich als Kater, sah das Ganze nicht so euphorisch wie Frauchen, trotzdem gute Idee.

 

    

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Gelber Vorhang

In meinem neuen Zuhause hatte ich einen wunderbaren Spielplatz, ich meinte damit einen bodenlangen, gelben Türvorhang. Hei, das machte Spaß, mal versteckte ich mich dahinter, mal schaute ich an einer Seite heraus. Wenn ich mal zu nichts Lust hatte, holte Frauchen ein Spielzeug und versteckte es hinter dem Vorhang. Vom ersten Tag an im neuen Heim liebte ich ihn.

 

 

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Morgen - Spaziergang

Mitte März machten wir wieder einen Morgen-Spaziergang, dieses Mal ganz ohne Schnee. Nun spürte ich das weiche Gras unter meinen Pfoten, sogleich verspürte ich das Bedürfnis, mich darin zu rollen. Ach, herrlich hier. Es roch super lecker, hier und da naschte ich davon. Wir Katzen brauchten das Gras, damit sich die heruntergeschluckten Haare vom putzen, mit dem Gras verbanden und wir sie hervor würgen konnten. Ich wusste, hörte sich ekelig an, musste aber sein, wenn wir keine Verstopfung haben wollten. Meinen Artgenossen, die nicht das Glück besaßen nach draußen zu kommen, stellten sie Katzengras hin; das konnte man fertig kaufen. Die ersten Frühlingsblumen steckten ihre Nasen aus der Erde.

 

 

Nanu, was war denn heute los? Wo gingen wir hin? Ich staunte nicht schlecht als Frauchen mir eine neue Richtung vorgab und mich liebevoll dahin lockte. Voller Vertrauen ging ich freiwillig mit. Ich wusste gar nicht, dass der Garten so groß war, dann standen wir vor den Garagen, liefen weiter bis zum nächsten Zaun, dahinter war eine Straße. Von der anderen Straßenseite hörte ich ein lautes Wiehern und Hufgetrappel, neugierig ging ich an den Zaun ran und konnte zwei Pferde sehen. Interessant, solche großen Tiere kannte ich noch nicht, das größte was ich bis dahin sah war ein Schäferhund.

Jetzt wurde ich aktiver und wollte erst mal am Zaun entlang in die Ecke laufen. Hier gab es einen Sandboden, auch da musste ich mich unbedingt drin wälzen. Alles roch sehr verführerisch nach allerlei Unbekanntem. Zu meiner großen Freude, fing ich den Duft von einer freilaufenden Katzendame ein. Woah, hier gab es Weiber! Aber hallo, wo war ich denn gelandet? Schade dass ich diese tolle Nachricht nicht weiter erzählen konnte, verstand Frauchen doch kein Wort von dem was ich ihr sagte. Na egal, Hauptsache ich wusste Bescheid.

 

 

Die Sonne schickte ihre warmen Strahlen von oben, ich hatte einen Heidenspaß. Jetzt gab ich mal die Richtung vor und traf doch glatt die richtige. Nun befanden wir uns auf der anderen Hausseite am Giebel, von da aus ging es weiter zur nächsten Rasenfläche. Nichts wie rein in die Ecke zwischen Garage und Zaun. Hier war unten im Zaun ein kleines Loch, dadurch konnte ich in Nachbars Garten gucken, viel gab es nicht zu sehen, weil einige bodennahe Büsche die Sicht auf deren Rasen versperrten.

Ooohhh, dafür roch es hier noch verführerischer als drüben nach der süßen Kleinen, denn sie musste sich durch das Zaunloch mit ihrem reizendem Körper zwängen. Dabei blieb ihr betörender Duft zusammen mit einigen Haaren am Zaun hängen. Lieber Gott, lass mich dieses entzückende Geschöpf, nur einmal kennen lernen!

 

 

Frauchen wollte weiter gehen und zupfte kurz an der Leine, gleichzeitig lockte sie mich mit einem zarten, leisen „Komm hier“, willig ging ich mit. Wir nahmen nicht den gleichen Weg, sondern wiederum einen neuen. Unerwartet stand ich im Vorgarten, auch hier roch alles so ungewohnt verführerisch, ich vermutete, dass sich Kollegen (Freigänger) von mir, hier und da unter den Büschen versteckten, wenn sie auf Tour waren. Alles war so spannend und aufregend, noch wusste ich nicht, wo wir waren. Dann entdeckte ich die Haustür, sogleich lief ich rüber und blieb davor stehen. Frauchen schloss auf und ab da kannte ich mich wieder aus.

 

 

Nee, wat wa dat schön - das war die Ruhrpott -Platt-Sprache (Ruhrgebiet). Das erste Mal umrundeten wir das Haus, dafür brauchten wir eine gute halbe Stunde. Nee, wat (was) wa (war) dat (das) schön. Berauscht von dem gerade erlebten und völlig erschöpft von der ganzen Rennerei, sprang ich auf meinen Lieblingsplatz Nummer 1; die Fensterbank und schlief glücklich und zufrieden ein.

 

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Schuhfetisch

Hausschuh oder Lackschuh

Wenn Frauchen ihre Lederschuhe trug und sie auszog, gab es für mich kein Halten mehr. So einen tollen Duft konnte ich doch einfach nicht so vorbei fliegen lassen. Frauchen nannte mich liebevoll – "Bärli, Du süßer Schuhfetischist". Von allen Seiten wollte ich den Duft der großen weiten Welt inhalieren, dafür räkelte und rollte ich mich über und unter den Schuhen. Wer wusste schon, wann so ein herrlicher, frischer Duft wieder kehrte. Ganz ehrlich, wer konnte dazu schon – nein – sagen?

 

 

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Die Tage wurden länger und wärmer, Ostern war nah. Frauchen hatte einige bunte Eier draußen an das Sicherheitsnetz gehängt, so etwas kannte ich nicht, sah toll aus. Die Ostereier waren aus Plastik und konnten deshalb draußen bleiben. Auf dem Balkon hing eine Brücke, auf der ich hin und herlaufen konnte, so kam ich von einer Seite zur anderen, es schaukelte etwas, aber das war o.k. für mich. In der Wohnung hingen auch überall die Eier, Frauchen hatte ihren Spaß daran und das war das wichtigste. Ab und zu holte sie den Stofftiger raus, damit ich mal was Neues zu sehen und spielen hatte, manchmal fand ich ihn ganz süß, aber er konnte nicht antworten, weil er nicht echt war. Zum „kämpfen“ war er immer gut. Die Sonne war jetzt im März so heiß, das Frauchen ihren gelben Sonneschirm aus dem Keller holte und ihn  so aufstellte, das er mir auf meinem Lieblingsplatz Schatten spendete, sonst wäre es mir zu warm.

 

 

"Hört Ihr Leute, lasst Euch sagen,

die Eieruhr hat 12 geschlagen!"

 

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Die Leiter

Damit ich nicht mehr so viel hoch und runter springen musste, baute Frauchen aus Holz und mit viel Liebe eine Leiter für mich. So konnte ich meinen Lieblingsplatz auf dem Balkon mühelos erreichen. Außerdem legte sie ein Brett zwischen die zwei "Hochsitze" hin, auf dem ich vom einen zum anderen laufen konnte ohne mir den Hals zu brechen. Was für ein Service, klasse, ich war voll begeistert, danke Frauchen. Rauf  - runter – rechts – links – herrlich, einfach herrlich. Jetzt konnte der Sommer kommen, vorbei die Zeit  der mühevollen Springerei auf den Hocker und noch eins höher und runter. So war alles besser.

 

 

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Regenschirm und Co

Die Tage waren überhaupt nicht langweilig, irgendetwas stand immer im Weg herum, dass ich erstmals unter die Lupe nehmen musste. Mal war es wie hier ein Regenschirm, ein anderes Mal baute Frauchen einen Schrank zusammen oder es stand ein leerer Karton auf der Erde. Diese leeren Kartons waren die reinsten Paradiese für mich, klein, eng, kuschelig, manchmal schlief ich einfach darin. Frauchen staunte dann immer darüber, weil ich doch schönere Schlafplätze hatte. Und war der Karton noch so klein, ich musste da rein. Reimen konnte ich jetzt auch schon.

 

 

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Im April, kurz nach Ostern wollte Frauchen mir eine Freude machen, dazu packte sie sich eine blau karierte Decke unter den Arm, legte mir mein Geschirr an und los ging es in den Garten. Zuerst machten wir unsere gewohnte Tour, einmal um das Haus herum und dann ging es nicht ins Haus, nein, wir blieben noch draußen. Im Garten breitete sie die Decke aus und bat mich freundlich darauf Platz zu nehmen, was ich auch gerne sofort machte. Vom Rundgang war ich müde, gähnte ausgiebig, legte mich auf die Seite und machte ein kurzes Nickerchen. Die Decke war schön warm, denn zu dieser frühen Jahreszeit war der Boden noch sehr kalt. Dann war es Zeit ins Haus zu gehen, trotzdem die Sonne ihre warmen Strahlen herunter schickte, fror ich etwas.

 

 

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Badfenster

Heidewitzka, wie viele Fenster gab es denn hier noch? Ich war im Bad und das Fenster war auf, sogleich erklomm ich die Badewanne, stellte mich mit den Vorderbeinen auf die Fensterbank und schaute nach draußen. Da kann ich doch nur müde gähnen, den Vorgarten kannte ich schon vom anderen Fenster, also nichts Neues. Nun gut, hätte ja sein können, egal. Ein Satz und ich sprang vom Wannenrand runter, dann wollen wir mal frühstücken gehen.

 

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Fahrrad putzen

Ein paar Tage später wollte Frauchen ihr Fahrrad putzen, überlegte nicht lange und nahm mich, samt blauer Decke mit nach draußen. Ich, der erfahrene „Camper“ nahm auf der Decke Platz und schaute zu, wie sie ihr Fahrrad zum glänzen brachte, das etwa eine Stunde dauerte. Das Fahrrad war sauber, ich war ausgeruht und wollte auf meine Couch oder auf meine heiß geliebte Fensterbank im Wohnzimmer.

 

 

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Schlaaaaaafen - schön

 

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  Im Garten wuchs das Gras immer höher und ich lag faul auf meinem Karton, draußen auf dem Balkon. Frauchen rief mich, legte mir mein Geschirr an und ab ging es in den Zaubergarten. Zaubergarten? Ja, denn ich war an manchen Stellen viel kleiner als das Gras, manchmal musste ich meine Beine so hoch anheben, damit ich überhaupt laufen konnte.
Sehen konnte ich nicht viel, deshalb war es für mich zauberhaft, fast kam es mir vor wie in einem dichten Urwald. Frauchen hatte ihren Fotoapparat mit und hielt die schönsten Momente im Bild fest. Nahe am Haus war das Gras nicht so hoch, dort legte ich mich vor den Blumen hin und genoss den Rundgang in vollen Zügen. Es war Mitte Mai und für mich warm genug im Gras, denn schließlich sollte ich mich nicht erkälten.

 

 

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Krankheiten  
Im Alter kommen die kleinen Wehwehchen schon mal öfters vorbei, bei mir war das nicht anders, auch ich wurde davon nicht verschont. Als Katzenbaby hatte ich ganz schlimmen Katzenschnupfen, der unbehandelt dazu führte, dass meine linke Naseseite von innen vernarbte und zuwuchs. Dadurch war der Tränenkanal zu und mein linkes Auge tränte ständig. Für mich nicht weiter tragisch, ich lebte gut damit, anders kannte ich es auch nicht. Für Frauchen war es ab und zu ein unerträglicher Zustand, bei dem sie zu Tränen gerührt war und nicht helfen konnte.

 

 

 

Je älter ich wurde, um so anfälliger war ich für Augen- und Ohrenentzündungen. Die Jahreszeit spielte dabei überhaupt keine Rolle, ob im Sommer oder Winter, krank war krank. Mal hatte ich ein dick entzündetes Auge, mal ein fette Ohrenentzündung und immer links. Jedesmal ab zum Tierarzt und Antibiotika-Spritze bekommen und Tabletten für 10 Tage. Wat mut, dat mut (Was muss, das muss - das war Ruhr-Pott-Platt).

 

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Wenn ich schlafen wollte, suchte ich mir ein passendes Bettchen aus, heute hier und morgen da. Überall standen verschiedene Ruhemöglichkeiten für mich herum, meistens fand ich es in meinem Körbchen ganz toll. Eines Tages stand ein Korbsessel im Wohnzimmer, der mich so fesselte, dass ich ihn gleich mal ausprobierte. Klappte gut, mein Vorderfüßchen ließ ich locker nach vorne hängen, das sah cool aus; it´s cool man. Frauchen kam mit einem Schal wieder und baute mir ein Nest, na ja, darauf stand ich nicht so sehr; als Mann; wie man an meinem Blick unschwer erkannte.

 

 

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Ausflug ins Grüne  

Frauchen wollte mit mir einen Ausflug machen, dafür kaufte sie einen Korb und hängte ihn an ihr Fahrrad. Ja, richtig gehört, an ihr Fahrrad. An einem warmen und sonnigen Tag im Juli ging es los, zuerst schob sie das Fahrrad, damit ich mich an das ruckeln gewöhnen sollte. Dann stieg sie auf und los ging es in das nahe Naturschutzgebiet Haardt. Der Wind pfiff mir um die Ohren, so schnell war ich auch noch nicht unterwegs. Zwischenstation an einer Wiese auf der schwarz-weiße Kühe standen, die laut muhten. Nee, wat warn die groß! Die waren ja so groß! Langsam ging es weiter und hinter der nächsten Ecke standen ein paar Schweine auf der Wiese, die grunzten vor sich hin. Hier roch es ganz schön streng und ich hoffte sehr, dass wir schnellstens weiter fuhren. Frauchen schien mein Flehen gehört zu haben und lief einen kleinen Hügel hinauf.

 

Oben angekommen suchte sie eine Möglichkeit, das Fahrrad abzustellen. Neben einer Holzbank hob sie mich aus dem Korb und sagte, ich sollte dann mal losgehen. Ja, schön, aber wohin, hier war alles fremd für mich, wohin sollte ich gehen? Dann lief ich einfach los und Frauchen hinter mir her, natürlich hatte sie mich an der Leine, wie immer. Ich sah mir ein Maisfeld an, wechselte über einen Feldweg zur anderen Seite, auf der Korn wuchs. Alles roch so anders und seltsam, gar nicht wie bei uns im Garten, eben ganz anders. Dann fand ich doch noch einen vertrauten Duft – Gras, einfaches Gras, das kannte ich. Sofort legte ich mich rein, nun wollte ich mich erst mal ausruhen.

 

Nach einer Weile packte Frauchen mich wieder in meinen Korb und ab ging es nach Hause. Puh, war ich platt, denn so lange war ich selten an einem Stück wach. Mein Resümee von der Geschichte, Ausflüge waren nicht mein Fall. Für Hunde war so etwas sicher interessanter, aber für mich, nee, ich liebte meinen Balkon und den Garten, das reichte mir völlig. Frauchen hatte ein Einsehen und packte den Korb in den Keller, ein Versuch war es wert.

 

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Sommer - Sonne - Balkon und mehr

Der Frühling war vorbei und der Sommer kündigte sich an, es war an manchen Tagen vor Hitze. kaum auszuhalten Jetzt lag ich immer auf dem Balkon, ich schlief sogar auf meinem Lieblingsplatz. Abends wollte ich gar nicht ins Haus, Frauchen musste richtig betteln, bis ich kam, bis tief in die Nacht lag ich draußen. Mein erster Sommer in Freiheit, na ja, fast frei, vor einem Jahr verbrachte ich ihn im Tierheim. Damit ich besser sehen konnte, kaufte Frauchen zwei kleinere Blumenkästen, so entstand eine Lücke durch die ich bequem im liegen gucken konnte. Wenn ich dann so auf meinem Karton lag, blinzelte ich mit nur einem Auge und sah den Garten, herrlich, toll, klasse, prima ... Im Paradies konnte es nicht schöner sein.

 

 

Mittlerweile war ich ein richtiger großer Balkonfan, sobald die Tür aufging, war ich draußen. Spazieren gehen wollte ich zwar auch noch, aber viel besser fand ich es, dass ich im liegen alles sehen konnte. Frauchen meinte dann gleich, ich sei ein Faulpelz geworden. Stimmt ja gar nicht! Ich war nicht faul, sondern nur gemütlich! Miau!

 

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Ohne Worte

 

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Goldener Herbst

Nun wurden die Tage wieder kürzer und kälter, zwar wärmte die Sonne noch, aber lange wollte ich nicht auf dem Balkon sitzen. Von den Bäumen fielen die bunten Blätter auf die Erde, es war Herbst geworden. Frauchen liebte diese warmen Farbtöne, sie schwärmte geradezu von ihnen. In meinem neuen Zuhause gab es in jedem Zimmer orange Farbtupfer, die, so sagte Frauchen immer, die Sonne herein lassen.

 

 

 An einem warmen und sonnigen Tag machten wir einen Rundgang, Frauchen hatte ihre Kamera dabei und die schönsten Bilder von mir zeigte ich hier. Mein Gesichtsausdruck war entspannt, mir gefiel dieser Ausflug. Die Blätter rochen anders als das Gras, ob besser oder nicht, konnte ich nicht beurteilen, aber interessant. Unter meinen Füßen raschelten die Blätter ununterbrochen.

 

 

Wir kamen in die Ecke mit dem Loch im Zaun, hier war wieder der Duft der großen weiten Welt, einfach entzückend. Ich schaute mich nach allen Seiten um, konnte aber keine Artgenossen sehen, egal, dann musste dieser Duft ausreichen. Dieses Mal waren wir länger unterwegs, weil ich überall dran riechen musste. Hi – hi, toll.

 

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31. Oktober 2004

Die Nacht der Nächte - heute zogen die Hexen, Geister und Dämonen um die Häuser - huuhuuhuuhuu

 

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November 2004

Kurzer Rückblick, vor einem Jahr; am 7. November 2003; kam ich hier an, in meinem neuen Zuhause, so schnell verging das Jahr, jetzt hatten wir wieder November. Der erste Schnee fiel in der Nacht zum 19., so früh in diesem Winter. Überall hingen noch die bunten Blätter an den Bäumen und Büschen und jetzt schon der erste Schnee, nee, nee. Wir waren draußen, weil Frauchen dieses Wunder der Natur fotografieren wollte, das gab es nicht jeden Tag. Wenn wir so früh Schnee hatten, wie sah dann Weihnachten aus? Weiß oder nicht weiß, das war hier die Frage.

 

 

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Weihnachten 2004

Die Vorweihnachtszeit lief ruhig ab, genau wie letztes Jahr. Es war mein zweites Weihnachtsfest im neuen Heim und ich genoss alles in vollen Zügen. Dieses Mal hatte Frauchen mir einen Katzen-Adventskalender geschenkt, täglich freute ich mich auf die Überraschungsbonbons, sprich, die Leckerlies. Weiße Weihnacht gab es wieder nicht, nun ja, egal. Oft hörte man den Spruch – Ostern im Schnee und Weihnachten im Klee – da war was dran.

 

 

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Silvester 2004

The same Precedure as last Year?

The same Precedure as every Year!

 

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Katzenpension Bauer

Nun lebte ich seit über einem Jahr in meinem neuen Zuhause und genoss jede Minute in vollen Zügen. Mein Frauchen wurde Anfang Januar 2005 zur Kur geschickt, für mich hieß das, dass ich in eine Katzenpension für diese Zeit umzog, es war mein erster Urlaub. Was mich dort erwartete konnte ich nur schemenhaft erahnen, ich dachte mir, das es einem Tierheim ähnelte oder so, mal schauen. Es gab ein Lied das hieß  "Lass Dich überraschen…"

Dann war es soweit, Frauchen hatte mich schon darauf vorbereitet und mir einiges erzählt, nun holte sie den Transportkorb raus, in den ich wie selbstverständlich alleine ging. Tür zu und los. Wir fuhren ca. 25 km in eine andere Stadt, dort angekommen begrüßte uns Frau Bauer ganz herzlich und bat Frauchen, ihr zu folgen.

 

 

Hier roch alles nach fremden Katzen, toll!!! Ich konnte es kaum abwarten, bis wir das Zimmer erreichten und die Transportkorbtür sich öffnete. Gesehen und gehört hatte ich schon einige die Bewohner.

Schnell kam ich aus der Box raus und im Dauerlauf ging es nun an den Möbeln vorbei. Das gleiche Ritual kannte ich schon von meinem Einzug im neuen Heim. Obwohl hier alles fremd war, fühlte ich mich gleich wie zu Hause, na ja, nicht ganz so, sonst wäre mein Frauchen traurig

 

 

Nachdem ich mir auch den letzten Winkel angeguckt hatte, hob Frauchen mich hoch auf eine Brücke, von da aus ging es durch ein Loch im Fenster nach draußen. Frische Luft, herrlich, fast wie zu Hause, ich war hin und weg. Draußen erwartete mich eine überdachte eingezäunte Fläche mit einigen Baumstämmen, wo man dran kratzen und drauf klettern konnte. Mein Frauchen hätte ich doch fast vergessen, wenn sie nicht tschüss gesagt hätte, weg war sie.

 

 

In der Katzenpension herrschte Frieden unter den Katzen. Das lag daran, dass hier neutraler Boden war, sprich, keiner Katze gehörte auch nur 1 cm Grundstück, was sie sein eigen nennen konnte. Natürlich gab es kleinere Zankereien, wie überall, die betrafen aber keine territorialen Gebiete, sondern mal ging es um das Futter, obwohl genug vorhanden. Ein anderes Mal konnten sich zwei Katzen einfach nicht riechen. Alles in allem war ich glücklich, so wie es war. Wiederholung - gerne.

 

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Der immer wieder kehrende Kreislauf. Zu Ostern war ich längst wieder zu Hause und genoss die ersten warmen Sonnenstrahlen auf meinem Fell. Ab und zu kletterte ich ganz hoch hinauf auf meinen Kratzbaum, oben lagen Leckerlies. Es gab auch einen kleineren Baum, zum Krallen schärfen und als Aussichtsturm reichte der völlig aus.

 

 

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Was sollte ich dazu noch sagen?

 

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Sommer 2005

 

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Gemütlich, weich, warm, schön

 

 

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Gesagt – getan, noch im selben Jahr fuhr Frauchen mit ihrer langjährigen Freundin in Kurzurlaub, sprich ein Wochenende, von Freitag bis Montag. Schwupps war ich wieder hier und genoss wie beim ersten Mal alles ausgiebig. Die Bauer´s waren sehr liebevolle und aufmerksame Gasteltern. Viel zu schnell verging dieses Mal die Zeit.

 

Hallo, hier unten war ich

 

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Im September 2005 rief mich Frauchen ganz aufgeregt und erzählte mir, das in der Zeitschrift – Geliebte Katze – ein Foto von mir veröffentlicht war. Ungläubig wiederholte ich ihren Satz, ein Foto von mir? Tatsächlich, meiner einer , auf dem Rücken im Körbchen liegend, darunter stand – Genuss Opa. Genuss Opa?!?! Ich??? Da war ich gerade Mal 12 Jahre jung und die Zeitung schreibt OPA!!! Nee, so was. In Menschenjahre gerechnet läge ich zwischen 50 bis 60 Jahre, na ja.

 

rechts - das Bild vom letzten Jahr

 

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Im Sommer 2005 hielt die digitale Fotowelt bei uns Einzug, ab das fotografierte Frauchen nur noch mit ihrer digitalen Kamera. Ich musste mich mal wieder zur Verfügung stellen und damit mir das ganze am Popo vorbei ging, putzte ich mich ausgiebig. Frauchen jubelte über ihre gelungenen Nahaufnahmen.

 

 

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Herbstliches

 

Das Loch im Zaun war immer noch da

 

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Halb draußen und halb drinnen

 

 

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 wann kommst Du geschneit? (Altes Lied)

 

 

 

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Weihnachten

und

Silvester

2005

 

 

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So schnell war das Jahr 2005 zu Ende. Kaum war Ostern vorbei, ging der Frühling in den Sommer über, stand der Herbst vor der Tür und ohne Zauberei wurde es Weihnachten. Schnee gab es ab November, einmal schneite es so doll, ich sah wie ein Schneemann aus. Das fand ich ganz spannend, denn sehen konnte ich im „Schneesturm“ nicht so viel, deshalb dauerte unser Ausflug genau 10 Minuten. Danach musste ich schnellstens auf meine Fensterbank, um mich wieder aufzuwärmen. Frauchen amüsierte sich köstlich, als sie mich sah und mich liebevoll „Frostbeule“ nannte.

Ich war ein Star, holt mich hier nicht raus. Ein Bild von mir war in der bekannten Zeitung "Geliebte Katzen".

In diesem Jahr durfte ich zweimal Urlaub in der Katzenpension Bauer machen, das waren spezielle Abenteuer, die ich gerne wiederholen wollte. Leider traf ich keinen meiner Kumpels jemals wieder, denn jeder hatte sein eigenes Leben in seiner Familie, mit ganz unterschiedlichem Rhythmus. Es war eine wunderschöne Erfahrung für mich, weil ich doch im Tierheim als Einzelgänger beschrieben wurde; das war ich auch gerne weiterhin.

Ja, jetzt war ich sentimental und sinnierte vor mich hin, aber ich verlor nicht den Halt unter meinen Pfoten. Im Gegenteil, mit vollem Elan ging ich ins neue Jahr 2006. Zwei Jahre war ich nun schon im neuen Zuhause und fühlte mich Pudelwohl. Irgendetwas Neues gab es ständig, die Tage waren kein langweiliges Einerlei. Frauchen verwöhnte mich immer mit irgendwelchen Leckerlies und Spielereien. Nun ja, hier und da mal wieder eine Ohr- oder Augenentzündung, halt das übliche, das gehörte mit zu meinem Leben, mittlerweile war ich schon 13 Jahre, im Mai wurde ich 14. Solange ich nicht ernsthaft krank wurde, war es o. k.

Neben meiner geliebten Wohnzimmer-Fensterbank, die ich nur im Winter in Anspruch nahm, lag ich den ganzen Sommer über draußen auf meinem heiß geliebten Balkon. Von da aus konnte ich alle Gerüche und Geräusche wahrnehmen, die Vögel beobachten, wie sie hin und her liefen und flogen. Die wärmende Sonne genießen, wenn auch nur unter dem Sonnenschirm, sonst wäre es mir zu heiß. Bis spät in die Nacht lag ich an lauen Tagen draußen, hörte Geräusche, die für Menschen nicht hörbar waren, zum Beispiel von herum fliegenden Fledermäusen, schaute in die Sterne und schlief dabei sogar ein. Frauchen nannte mich gerne den „Kleinen Genießer“. Ja, der war ich.

Ich gehörte nicht mit zu den lauten Welteroberern, sondern mir gefiel es, leise aufzutreten, eben ein Leisetreter. So ganz nebenbei war ich ein sehr ruhiger Vertreter, ja gut, hin und wieder rannte ich im vollen Galopp durch die Wohnung, aber im Großen und Ganzen ruhte  ich in mir selbst. Frauchen nannte das zauberhaft, einen „Männlichen Mann auf vier Pfoten“. Was meinte sie damit?

Frauchen lobte mich oft, meistens dann, wenn ich mich vorzüglich benahm, schließlich ging ich durch eine gute Lehre, denn als wir uns im November 2003 kennen lernten, merkte sie das schon im Tierheim an meiner ganzen Haltung. Allerdings gehörte ich nicht mit zu den ganz großen Schmusern, na ja, ich glaube, Frauchen fand sich damit ab. Auf dem Zettel an meiner Wohnung stand, dass ich nur schmuse wenn ich es wollte und so war es eben. Weil ich; wie schon bekannt war; als der große Schuhfetischist galt, warf ich mich zum schmusen genau dahin und Frauchen musste ob sie wollte oder nicht, zu mir herunter kommen. Ich wusste ja, sie machte es gerne, nur für mich, wie sie dann sagte.

Doch, halt, Stopp. Fast vergaß ich zu erwähnen, dass ich im ersten Jahr; das war exakt 2004; zu Frauchen auf die Couch ging und mich voll auf ihren linken Arm setzte. Das hielt ich locker eine gute Stunde aus, in der Zeit konnte sie sich nicht mehr bewegen, weil ich sonst weggegangen wäre und das wollte sie nicht riskieren, also blieb sie brav so sitzen. Hatte ich mein Frauchen nicht gut im Griff? Hi – hi.

Damit brachte ich meinen Dank zum Ausdruck. Nach dem Jahr war aber Schluss damit, Frauchen bedauerte es heute noch. Dafür gab es eine andere Gelegenheit für sie, mich zu liebkosen. Jeden Morgen weckte ich sie sanft mit meinem lieblichen Gesang – Miau – Miau. Dann wachte sie auf, begrüßte mich freundlich, ich legte mich neben ihr Bett und sie streichelte mir den Bauch! Jawohl, meinen Bauch, sie liebte es, von mir geweckt zu werden, denn dann durfte sie mich verwöhnen und zum Dank dafür schnurrte ich hingebungsvoll, das ging dann ca. 10 bis 15 Minuten, jeden Morgen.

 

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Es gab einen fließenden Übergang vom Letzten in dieses Jahr, an Neujahr schien die Sonne und wir waren draußen. Schnee - nee. Ich liebte diese Spaziergänge, sobald ich mein Geschirr umhatte, setzte ich mich vor die Tür, bettelte und wartete bis Frauchen in die Puschen kam. Ein neues blaues Geschirr zierte meinen Superkörper, das sah richtig chic aus, ich meine sogar besser als das rote, hmm.

Frauchen mochte es, an besonderen Tagen mit mir raus zu gehen, wenn es nicht gerade in Strömen regnete. Hierfür eignete sich zum Beispiel der 1. April, nee, das war kein Aprilscherz, das gab es wirklich. Oder, ich dachte an den 1. Mai zurück. da liefen wir ebenfalls um das Haus herum. War ich doch eine reine Wohnungskatze, als solche schaffte es Frauchen immer, mich hinterm warmen Ofen hervorzulocken. Tja, so war mein Frauchen. Ich fand es gut.

 

 

 

Auf einem Foto (links) sah ich aus wie eine "Zebra-Katze"! Wieso? Weil ich durch einen Zaun hindurch schaute, die Sonne von der anderen Zaunseite schien und die Zaunstreben Schatten auf meinen Astralkörper warfen. Tja, Modeln wollte gelernt sein!

 

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Ostern 2006 - da konnte ich doch nur müde gähnen, das verschlief ich glatt, über der Heizung, auf meiner geliebten Fensterbank.

 

 

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 Der Zahnstein musste weg  
Im Juni hatte ich mal wieder eine Grippe und bekam mal wieder eine Antibiotika Spritze. Bei der Gelegenheit sah der Tierarzt bei seiner Routineuntersuchung, dass auf meinen Zähnen viel Zahnstein lagerte, der sollte weg. Gesagt, getan, am 14. Juni kam ich unter das Messer! Nein! So schlimm war es nicht, der Zahnstein wurde mit einer gebogenen Nadel herunter gekratzt, eventuell brauchte er mal eine Zange, das war alles.   Damit ich still hielt, bekam ich eine leichte Sedierung, sprich, eine Betäubung bei der ich echt einschlief! Hinterher ging es mir wieder gut. Frauchen holte mich nach 3 Stunden wieder ab, sie machte sich große Sorgen wegen der Betäubung, das wäre immer ein Risikofaktor. Bei mir ging alles problemlos ab. Zähne gut - alles gut. Beim fressen merkte ich schon einen deutlichen Unterschied, besser als vorher, war doch notwendig.

 

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Konnte ich mal nicht auf den Balkon, dann wollte ich am Fenster schlafen, aber nicht im Wohnzimmer; das war nur für den Winter bestimmt. Nö, im anderen Zimmer gab es die tolle Aussicht auf den Vorgarten, hier legte ich mich dann hin. Frauchen hatte Angst, dass ich im Tiefschlaf runter fallen würde, deshalb suchte sie im Keller nach einem passenden Brett und noch einem Brett für die Leiter. Ruckzuck setzte sie ihre Idee in die Tat um und präsentierte mir stolz ihr Werk. Woah, klasse, toll, wunderbar, endlich gefahrlos am Fenster schlafen. Im liegen konnte ich jetzt die Vögel noch besser beobachten, wenn ich müde wurde schlief ich einfach ein, wenn ich wach wurde, brauchte ich nur meinen Kopf drehen und sah draußen alles. Herrlich, Danke, Danke, Danke.

 

 

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Neues Spielzeug! Hurra!

Ein blauer Tunnel

 

 

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Ungewöhnliche Schlafposition

 

 

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Wie immer lag ich auf dem Balkon und genoss die Untergehende Sonne, sie zauberte eine weiche Unschärfe in mein Fell; Frauchen liebte diese Töne und holte gleich ihren Fotoapparat.

 

 

 

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Die Fensterbank mit Blick auf den Vorgarten wurde mein 3. Lieblingsplatz

 

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Sommergrüße 2006

 

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Ein Kitlett für mich

Damit ich auf dem Balkon außer unterm Sonnenschirm einfach mal im Schatten liegen konnte, kaufte Frauchen mir dieses wunderbare Kitlett. Im Sommer stand es draußen und im Winter vor der Heizung. Das gefiel mir gut, das ganze gefiel mir sehr gut. Ich war ein Zauberer, mal saß ich auf der linken Seite, mal auf der rechten und mal genau in der Mitte. Prima Idee.

 

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Ruhe Inseln

 

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Bunter Herbst

Langsam ging dieses Jahr zu Ende, ich hatte viel Spaß. Jetzt lagen wieder so viele Blätter herum, dass ich gar nicht auf leisen Sohlen laufen konnte, man hörte mich schon Kilometer weit im Voraus.

 

 

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Mein Lieblingsplatz Nr. 3

Wieder hatte ich eine neue Decke, die war schön warm und kuschelig, so machte es mir noch mehr Spaß, Vogel TV live zu gucken.

 

 

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Die Bauer´s zogen mit samt ihrer Katzenpension  2006 um, nun brauchten wir nur noch ca. 2 km zu fahren. Plötzlich und unerwartet musste Frauchen im November für 1 Woche ins Krankenhaus, Gott sei Dank nichts ernsteres, aber immerhin.

Ruck zuck packte Frauchen mich in die Transportbox und los ging es, ab zur Pension.

 

 

 Weil ich nicht gegen Leukose geimpft war, durfte ich nicht mit anderen Artgenossen zusammen in einem Zimmer wohnen. Das war eine einsame, langweilige und lange Woche, richtig doof. Selbst die Bauer´s konnten mich nicht aufmuntern. Frauchen tat es sehr leid und nahm sich vor mich gegen Leukose impfen zu lassen, damit ich nicht mehr alleine da hocken musste.

 

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Die Wohnzimmer-Fensterbank war schon recht schmal, sicher, ich kam gut darauf zurecht. Meinen großen Kratzbaum nutzte ich nur zum schärfen meiner Krallen, nicht aber zum klettern. Frauchen zählte 1 und 1 zusammen, verkleinerte den Kratzbaum und stellte ihn vor das Fenster. Hei, tolle Idee.

 

 Auf einmal hatte ich doppelt so viel Platz als vorher. Das beste daran war, die Gefahr, dass ich von der Fensterbank runter fiel, war auf einmal verschwunden. Zuerst musste ich noch den Hocker benutzen, um rauf und runter zu kommen. Auch hier baute sie eine Leiter, zuerst schmal und glatt, dann klebte ein blauer kleiner Teppich darauf und ich rutschte nicht mehr.

 

nachher

vorher

 

Zu meinem Erstaunen bot sich mir eine ganz andere Liegeformation an, bis jetzt lag ich immer mit dem Rücken zum Fenster, rechte und linke Seite im Wechsel. Jetzt aber brauchte ich das nicht mehr, denn nun lag ich auf dem Kratzbaum und sah von vorne den Garten. Wenn ich wollte, dann streckte ich meine Hinterbeine auf dem Baum aus, lag mit meinem Körper halb drauf und meinen Kopf bettete ich auf der Fensterbank.

 

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Ich schaute mir einen herrlichen Sonnenaufgang an. Viele bunte Blätter lagen auf der Erde, von oben schien die Sonne in den Herbstfarben, es war ein goldiger Morgen. Auch auf dem Balkon sah es ähnlich aus wie im Vorgarten. Erstaunlicher Weise hingen so spät noch so viele Blätter an den Bäumen und Büschen. Es fehlte ein starker Wind, der die Blätter fallen ließe. Der kam am 18. Januar 2007 in Form des Orkans "Kyrill", dabei stürzten viele Bäume um, er war verheerend, bei uns nicht.

 

 

 

 

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Tricks und Zauberei

Nein, nur die Bildbearbeitung für Collagen und Tricks

Neu

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Im Sauseschritt vergingen die letzten Jahre, ehe ich mich versah war es wieder Silvester. Ich empfand die Jahre hier in meinem jetzigen Zuhause als wunderschön und liebevoll. Frauchen gab mir ein Gefühl von Geborgenheit, als Einzelgänger duldete ich keine Artgenossen neben mir, also suchte ich die Streicheleinheiten woanders und fand sie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weihnachten! - Silvester! Hatte ich etwa Silvester 2007 verpennt? Ja? Ich fasste es nicht, ich hatte es verpennt!

 

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Ostern 2008

Wir gingen wir spazieren, kein Schnee, Ostern im Klee. Mittlerweile trug ich ein kleines Hundegeschirr, weil mein Körperumfang zu groß für das Katzengeschirr wurde. Das war fiel bequemer für mich.

 

 

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Meine Marotten und ich!

Es gab auch ein paar Marotten bei mir, mit denen Frauchen mal so und mal so zurecht kam. Zum Beispiel war ich nicht der große Esser, sicher, zwischenzeitlich wog ich meine 6 kg. Das hörte sich viel an, aber wenn man mich in voller Größe sah, fiel es gar nicht auf; denn wie ich anfangs schon erwähnte; ähnelte ich einer sibirischen Waldkatze und die konnten mehr als 15 kg wiegen. Trockenfutter gehörte mit zu meinem Lieblingsessen, das knackte immer so schön zwischen den Zähnen, auf das Dosenfutter stand ich nicht unbedingt.

  Frauchen meinte aber, das sollte ich auch mit futtern, sie dachte dabei an die Flüssigkeit und meinte, dass ich sonst zu wenig Wasser trinken würde. Ich zierte mich ganz schön mit den Dosen, heute so und morgen anders, immer wenn sie dachte, jetzt hätte sie die richtigen Dosen gefunden, dann hatte ich eine andere Meinung dazu. Ich glaube, dass zerrte manchmal an ihren Nerven, aber da musste sie dann durch. Miau.

 

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Ich stand Kopf

Nein, nicht wirklich, ich wollte sagen, meine ungewöhnliche Liegestellung machte es möglich, dass ich mir die Welt von unten ansah. Dafür lag ich auf meinen Ohren und reckte meine Nase ganz hoch. Mein Fell entschloss sich ebenfalls dazu sich hoch auf zu richten. Das beides sah urkomisch aus.

 

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Langeweile war für mich ein Fremdwort. Wie ich früher schon mal erwähnte, immer gab es etwas neues zu bestaunen, irgendetwas stand oder lag herum. Mal schlich ich zwischen einzelnen Schrankwänden herum, ein anderes Mal saß ich hinter Gittern. Nicht wirklich, denn ich saß ganz ruhig in einem Karton der hinter dem Wäscheständer stand und Frauchen guckte mich von vorne zwischen den Gitterstäben an. Hi - hi.

 

 

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Frauchens Hobby

 war das Fotografieren, Lieblingsmodelle an erster Stelle die Pferde, dann kamen die Hunde und Katzen. Neben ihrem Job fand sie noch die Zeit dafür. Ein größeres Hobby brauchte schließlich jeder.

Im Juli 2008 wollte sie nach Cuxhaven zum 33. Duhner Wattrennen; Pferdetrab und Galopprennen im Wattenmeer. Wieder durfte ich in die Katzenpension, wenn auch nur für 3 Tage, aber, ich hatte meinen Spaß und diesmal nicht alleine, denn inzwischen war ich gegen Leukose geimpft. Hurra, es war super schön.

Zusammen mit 2 anderen Katzen teilte ich mir eine Blockhütte! Jawohl, eine Blockhütte für uns drei alleine mit überdachtem Freigehege. Klasse Urlaub, nur leider wieder Mal viel zu kurz. Schade.

 

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Streicheleinheiten

Ich glaube, ich hatte das schon mal erzählt, wenn nicht, dann hier noch mal und dieses Mal mit Bild. Allmorgendliches Ritual am Bett von Frauchen, ich weckte sie leise mit zartem "Miau" und dafür streichelte sie mir den Bauch.

 

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Essen! Lecker!

Kann man im linken Bild  meinen Futter-Bettel-Blick erkennen? Schön.

Wenn Frauchen ihn sieht, ist es bereits zu spät. Zu spät wofür?

Na, um "Nein" zu sagen!

Auf dem rechen Foto war gut zu erkennen, dass ich eine Ess-Hilfe hatte, den Karton. Somit brauchte ich mich nicht so weit nach unten bücken, was meinem Rücken besser gut tat. Nun war ich immerhin schon 16 Jahre!

 

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Wieder Weihnachten

 

Plus 8 Grad, Regen, die Frisur sitzt

Plus 4 Grad, Bewölkt, die Frisur sitzt

Minus 3 Grad, Frost, die Frisur sitzt

 

Egal welches Wetter - die Frisur sitzt!

 

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Meine „heißgeliebten“ Krankheiten 2008

Im März ging es mit einer Mittelohrentzündung los. Spritze und Ohrentropfen.

Anfang Mai gab es an meinem rechten Oberbauch ein Loch, so groß wie mein Zahn. Es juckte an der Stelle so doll, dass ich etwas fester zu biss als normal. Ruck zuck war es passiert. Frauchen sah es, packte mich in dem Transportkorb und der Tierarzt verpasste mir eine Antibiotika-Spritze.

Schon wieder eine Ohrenentzündung, am 7. Juli, gleich wieder eine Spritze und Ohrentropfen. Gerade mal 3 Wochen später quälte mich eine fette Augenentzündung, na klasse.

Tja, dann kam der Hammer. Am vorletzten Tag im August, genau am Samstag den 30.  wollte ich einfach nur meine herunter geschluckten Haare aushusten. Das klappte, aber, danach hatte ich eine Stoßatmung! Das bedeutete, dass ich kaum noch Luft bekam und deshalb ganz schnell und flache atmete. Frauchen hatte alles gesehen und war total erschrocken. Nach etwa ½ Stunde ging es mir immer noch sehr, sehr schlecht. Sofort fuhren wir zum Tierarzt. Alarmstufe Rot!!! Röntgen und warten! Das Ergebnis war ernüchternd! Wasser in der Lunge und unterm Herz!

Der Arzt handelte umgehend, ich bekam je eine Entwässerungs-, Antibiotika- und Herzstärkungsspritze i. M. (im Muskel). Frauchen war richtig geschockt und vergoss sogar einige Tränen. Sie hatte schon Tage vorher etwas gemerkt, ich putzte mich kaum noch, lag teilnahmslos herum und zeigte für nichts wirkliches Interesse. Jetzt wusste sie Bescheid. Wir fuhren wieder nach Hause, dort angekommen zog es mich unverzüglich Richtung Toilette. Ab da musste ich alle 2 Stunden rennen, damit nichts daneben ging. Kaum lag ich bequem, rannte ich schon wieder los. Purer Stress. Den ganzen Tag ging es so. Je öfter ich lief, umso besser ging es mir. Abends bekam ich langsam meine Ruhe und konnte entspannen. Wären wir nicht so schnell zum Tierarzt gefahren, hätte ich sterben können, nüchtern betrachtet.

Ab dem 31. August bekam ich jetzt täglich Herztabletten für den Rest meiner Tage, ich war mal gerade 16 Jahre alt. Nach 1 Woche zeigten sich meine Werte alle wieder im grünen Bereich, nun konnte es nur besser werden.

Anfang Dezember hatte ich großen Hunger, konnte aber nicht fressen. Der Grund dafür war wieder mal Zahnstein, sowie eine bakterielle Entzündung der Maulschleimhäute. Das tat mächtig weh beim fressen. Frauchen packte mich ein und ab ging es zum Tierarzt. Spritzen an 3 Tagen, dann sollte es gut sein.  War es auch, ich bildete mir aber fälschlicher weise ein, dass die Schmerzen mit dem Dosenfutter zusammen hingen und fraß es nicht mehr. Frauchen verzweifelte an mir, sie stellte täglich Futter hin, das ich nicht anrührte. Trockenfutter war kein Thema, obwohl ich weniger fraß als sonst, dabei aber nur 100 Gramm abnahm, also alles im Rahmen, kein Grund zur Besorgnis. Irgendwann fraß ich wieder das Dosenfutter.

Denkste, zwischen Weihnachten und Neujahr konnte ich nicht mehr schlucken. Ich wollte essen, aber es ging nicht. Also rein in den Korb und ab zum Arzt, Prognose – dicke Mandeln. Spritzen am 29. 12. und 31. 12. 2008, sowie am 3. Jan. 2009! Fertig, so schnell hatte ich keine Lust mehr darauf krank zu werden, ohne mich, es reichte mir.

 

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Eine frostige und laute Nacht war vorbei

 

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Abschied

Für Frauchen kam alles überraschend, am 12. Januar hieß es, dass wir Abschied nehmen sollten! Die Diagnose lautete Darmkrebs, Zubildung hinter dem linken Rippenbogen im Oberbauch. Am 14. Januar kam der Tierarzt gegen Mittag zu uns nach Hause und schickte mich ins Land der ewigen Träume. Zurück blieben meine Spuren im Schnee, alle Bilder mit allen Erinnerungen an 5 Jahre wunderschönes und intensives zusammen leben.

 

Mein 1. Lieblingsplatz - die Fensterbank

Mein 2. Lieblingsplatz - der Balkon

 

Ich kam - sah und siegte

 

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Meine Kosenamen

Quitschkomode - Brüllaffe - Mopsbär - Schreihals - Bärlimaus - Motzer - Heini - Möpsel - Brummbär

 

Und Tschüß - Euer Jimmy

 

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"Geliebte Katze"  im März 2009

 

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Tiere sind als Engel auf die Welt gekommen um uns Rücksichtnahme zu lehren

 

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© Text / Bilder / Entwurf - Gitta Gesing - Mai 2009

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Wenn Sie Spaß am lesen hatten, dann freuen Sie sich auf die nächste News Geschichte im August 2009 über meine zweite Leidenschaft - Naturfotos, neben den geliebten Pferden.

 In  "News & Archiv"  finden Sie alle Geschichten schnell wieder.

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Besuchen Sie auch News 3, mit meinen 3 Mädels - Perle, Mausi, Susi

 

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Copyright © by Gitta Gesing 2007