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Kleine Geschichten - 15 |
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Jubiläum 20 Jahre - von 1990 bis 2010 Teil 2 2000 - 2010 Meine Geschichte mit den Wilden Pferden |
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1990 - 2010 Mein Jubiläum 20 Jahre - Teil 2 Vor genau 20 Jahren; am letzten Samstag im Mai; besuchte ich das allererste Mal den berühmten Wildpferdefang. |
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Im
Millennium-Jahr 2000 konnte ich das erste Mal nicht zum
Wildpferdefang fahren. Dafür
überraschte mich die Zeitschrift „Reiter und Pferde in Westfalen“ mit
eines meiner Fotos. Ein 4er Zug aufgenommen 1992.
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Tag des Wildpferdefangs - 26. Mai 2001 Dafür war ich in dem Jahr wieder mit dabei. Als erstes besuchte ich die Herde, sie stand friedlich grasend auf der Wiese, davor die Zuschauer. Dann zog es mich in Richtung Arena. Am Wegesrand filmte gerade eine Japanische Fernsehcrew Mensch und Tier, die an ihnen vorbei liefen. Eine Reiterin auf einem Dülmener Wildpferd sollte extra dafür ein paar Mal hin und her reiten. Das Filmteam war begeistert davon. |
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Auf meinem Weg rund um die Arena herum von außen, fand ich es interessant, den Menschen zuzusehen. Wie eine lange Schlange schoben sich die Zuschauer zwischen den Bäumen hindurch, um näher an die Wildpferdeherde heran zu kommen. Hier und dort setzten sie sich einfach ins Gras, holten Essen und Trinken aus ihren Taschen und genossen sichtlich ihr Picknick. Das alles war möglich und störte niemanden, im Gegenteil, andere machten es ihnen nach. Langsam ging es auf Mittag zu und die Menschenmassen versammelten sich vor den Treppen rund um die Arena von außen, die zu ihren Sitzplätzen führten. Noch waren die Tore dahin zu, doch dann öffneten sie sich und die Helfer der freiwilligen Feuerwehr ließen die Zuschauer rein. Auch das Technische Hilfswerk (THW) war wieder mit dabei. |
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Gegen 13 Uhr begann das Vorprogramm. Gemeldet waren einige Gespannfahrer, die sich erst mal den Zuschauern präsentierten, bevor sie sich dem Kutschturnier widmeten. Traditionell folgten ihnen der Spielmannszug aus Buldern (Nachbarstadt), der wie gewohnt in ihren Holzschuhen daher spazierten, flaniert von 2 Gespannen mit Wildpferden.
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Alfred Schauberger hatte seine Mulis mitgebracht, die den Zuschauern ihr Können zeigten. Springende Mulis, wo gab es denn sowas? In einem anderen Schaubild ging es um Indianer. Zwei Reiter zeigten den Umgang mit Pfeil und Bogen, anderen Kampfwaffen, sowie ihre Reitkünste. Dem folgte eine große Abteilung Reiter mit verschiedenen Pferderassen, die über einige Hindernisse sprangen. Erstmals waren die „Belgischen Amis“ „The Thunderguys“ eingeladen. Diese super guten Showreiter zeigten akrobatische Kunststücke auf, neben und mit ihren Pferden. Danach kam eine Quadrille mit Dülmener Wildpferden. Die herzogliche Troika mit Dülmener Wildpferde fuhr anschließend noch durch die Arena, bevor das Vorprogramm zu Ende ging. |
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Schon war es soweit, die Herde hörte man in der Ferne. Dumpfes grollen, dann galoppierten sie herein, drehten erst mal einige Runden, ehe sie stehen blieben. Herr Rolf Andreas stellte die Fängergruppe dem Herzog vor. Der Wildpferdefang war eröffnet, los ging es. |
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Stutenstall |
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Ruck zuck waren alle jungen Hengste eingefangen und standen zur Versteigerung bereit. Ruck zuck ging die Versteigerung vorbei und somit endete dieser schöne Tag im Wonnemonat Mai 2001. |
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Am Feiertag Fronleichnam, 14. Juni 2001, besuchte ich die Wilden Pferde im Merfelder Bruch. Das freundliche Ehepaar am Kassenhäuschen begrüßte mich und wir kamen so ins plaudern. Sie wussten eine ganze Menge über die Wildpferde. Nach einer Weile fuhr ich mit meinem Auto weiter und parkte es vor der großen Weide am Eingangsbereich unter den hohen Tannen. Dann hatte ich einen Fußmarsch vor mir, denn die Pferde standen hinten auf ihrer Wiese. Auf geradem Weg wollte ich nicht hin, so machte ich einen kleinen Umweg an der Arena vorbei. Die alten Häuser standen ruhig und friedlich da, mein Blick fiel in das Allerheiligste. Auch da war alles ruhig und friedlich, noch vor 2 Wochen, am Wildpferdefangtag, sah es hier ganz anders aus. |
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| Es zog mich weiter zur Herde, von weitem sah ich sie am Wasserrand stehen. So richtig wollten sie nicht ins Wasser hinein gehen, tranken und liefen wieder zu den anderen zurück. |
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Die Pferde standen auf einer Weide, davor gab es einen Zaun, einen Wassergraben und wieder einen Zaun, davor standen die Besucher. An diesem sommerlichen Feiertag waren viele mit ihren Fahrrädern gekommen. Einige hatten sich ins Gras gesetzt und schauten den Pferden zu, die ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgingen, fressen und schlafen. |
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In Gruppen standen die Stuten mit ihren Fohlen zusammen und ruhten sich aus. Viele hatten sich hingelegt, um sie herum standen die anderen schützend davor. Hier wurde Fellpflege großgeschrieben, dort spielten Fohlen miteinander. Die Pferde liefen überall herum, auch in den Bewässerungsgräben, da schien das Gras um einiges besser zu schmecken. |
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Mir wurde es nicht langweilig ihnen zuzuschauen. Nach über 3 Stunden lief ich langsam zum Auto zurück. Das war mal ein besonderer Feiertag, mit meiner Idee war ich nicht alleine. |
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Hin und her gerissen fuhr ich im Oktober 2001 wieder hin. Unter den Tannen, wo wir unsere Autos parkten, saßen einige Besucher auf Bänken und schauten über die weitläufige Wiese. Ganz hinten entdeckte ich die Pferde. Was für eine schöne Idylle, ich war richtig begeistert. Als erstes zog es mich zum Wasser hin, dort standen die Pferde mittendrin und schlugen mit ihren Vorderbeinen auf das Wasser, das hoch aufspritzte. Endlich sah ich sie in Aktion, das vermisste ich beim letzten Mal. |
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| Waren die einen Pferde weg, kamen schon die nächsten, die mit der Spritzerei weiter machten. Hier war was los, hier tanzte der Bär. Es machte mir viel Spaß ihnen dabei zuzusehen. Auch den Pferden machte es Spaß, ihre Artgenossen vom Rand aus zu beobachten. So vergingen die Stunden wie im Flug. |
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Alle guten Dinge waren drei. Am 1. November 2001, dem Feiertag Allerheiligen, wollte ich noch mal zu den Wilden Pferden. Es war der letzte Tag im Jahr, der für Besucher geöffnet war vor dem Winter. Wieder faszinierten mich die Wildpferde, doch noch mehr faszinierte mich der Himmel. Große, dunkle Wolken zogen über das Land und verwandelten es in ein geheimnisvolles Reich. Die Sonne versuchte vergeblich zwischen ihnen hervor zu schauen, manchmal zogen sich ihre Strahlen von oben bis unten, fantastisch. |
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Die Pferde kannten es und kümmerten sich nicht drum, sie interessierten sich nur für das frische Gras. Es regnete nicht einen einzigen Tropfen. Nach etwa 2 Stunden zog es mich an meinen warmen Ofen zu Hause. Tschüß ihr wilden Pferde bis zum nächsten Jahr. |
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Noch im gleichen Jahr, ebenfalls im November 2001, bekam ich Kopien von der Croy´schen Verwaltung. Darauf waren - 9 - meiner Fotos zu sehen, die ich beim Wildpferdefang aufgenommen hatte. Diese Bilder standen im Internet auf der Wildpferdeseite des Herzogs von Croy. "Internet - was war das?" Ich hatte zwar einen PC zu Hause, der meine Schreibmaschine ersetzte, aber mir damals noch keine Gedanken über das Internet gemacht, das kam erst 6 Jahre später (2007). |
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Daher behandelte ich diese Kopien wie einen goldenen Schatz. Auch das hier war etwas Besonderes, genau wie meine Fotos im Flyer 1999, und machte mich sehr stolz. Meine Fotos im Internet, so etwas gab es nicht alle Tage. |
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Es gab noch eine Überraschung, im November 2001 veröffentlichte das Lehrbuch "Delfin" eines meiner Fangbilder.
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1. Januar 2002 – der €URO war da. Ab sofort kostete alles in Deutschland nur noch die Hälfte oder so ungefähr. Statt 5 DM – 2.50 EURO. |
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Einen Monat vor dem Wildpferdefang, am 20.April 2002, veröffentlichte die Frankfurter Rundschau einige meiner Wildpferdefotos. Für den Text mit den Bildern brauchte die Zeitung sogar eine ganze Seite. |
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![]() Hubert Dechent |
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25. Mai 2002 Fangtag im Merfelder Bruch Dann war es wieder soweit, der traditionelle Wildpferdefang stand vor der Tür. Nachdem ich sie zuletzt am 1. Nov. 2001 sah, war ich neugierig darauf sie wieder zu sehen. Auf direktem Weg lief ich zur Wiese, dort standen sie friedlich grasend so wie immer.
Der Himmel hatte seine Pforten geöffnet, er regnete leicht den ganzen Vormittag. Pünktlich um 12 Uhr verschwanden die dunklen Wolken und machten Platz für die Sonne. Genau richtig, denn nun konnten die Tribünenplätze eingenommen werden. Auch da waren die Spuren des Regens noch deutlich zu sehen. Links von mir standen in einer Umzäunung die Sitzplätze für die Familien, Freunde und Bekannte des Herzogs von Croy. Die Herrschaften kamen meistens erst kurz bevor die Wildpferdeherde in die Arena kam, vom Vorprogramm sahen sie nichts. |
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Um 12:30 Uhr begann das Programm mit dem Hindernis fahren der Zweispänner. Gefolgt von einer Gruppe mit Andalusischen Pferden. Ihnen wiederum folgten die „Belgischen Amerikaner“ die schon im Vorjahr für großen Jubel und Begeisterung beim Publikum sorgten. Daran schloss sich eine Quadrille mit Dülmener Wildpferden an. Viel zu schnell war wieder Mal alles zu Ende. |
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Dann preschte auch schon die Herde in die Arena. Prächtige Stuten mit ihren Fohlen verzauberten die Zuschauer, die hin und her gerissen einfach nicht sitzen bleiben wollten. Die Oberförsterin Frederike Röwekamp, seit 1998 mit dabei, führte die Fänger rein und begrüßte den Herzog. Der Fang war eröffnet. Schon liefen die Fänger auseinander und trieben kleine Gruppen abwechselnd in die rechte und linke Ecke neben den Stutenstall. Von dort aus starteten sie mit einem Junghengst im Arm, liefen mit ihm sehr schnell und weit in die Arena hinein. Dann irgendwann hatten sie den Hengst am Boden, um ihm dort das Halfter umzulegen und ihn zum brennen zu bringen. Manchmal lag auch nur der Fänger ohne Pferd am Boden, das amüsierte die Zuschauer köstlich. Am Ende gewannen dann aber die Zweibeiner, wie immer. Den letzten Hengst des Jahres begleiteten sage und schreibe – 6 – Männer gemeinsam zum brennen. Gute 2 Stunden später war es geschafft. |
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![]() Ein Tänzchen in Ehren - kann niemand verwehren |
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![]() 6 Mann und ein Pferd |
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Nachdem die Herde wieder in der Freiheit war, wurden die Hengste zum Stutenstall geführt. Das war wie jedes Jahr aufregend, denn die Pferde wollten nicht von A nach B laufen. Also mussten die Männer sich etwas einfallen lassen, um sie zu überreden. Na ja, auch das klappte schließlich. Versteigerung gut, Ende gut, alles gut. Ab nach Hause und den Tag Revue passieren lasssen. |
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Juli 2002
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In der „Marler Zeitung“ erschienen gleich -8 - meiner Wildpferdefotos
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Ebenfalls im Juli 2002 veröffentlichte auch die Zeitschrift „Pferde und Reiter in Westfalen“ 1 Foto.
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Einen Monat später im August 2002 freute ich mich über die Kinder Zeitschrift „Kläx“, die gleich – 4 – meiner Fotos auf zwei Seiten druckte |
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In der Wildpferdestadt Dülmen erschien 2002 im Touristikbüro die Broschüre „Radwandern“.Auf dessen Titelseite war das berühmte Wildpferdefoto, das auch den Titel des Wildpferde-Flyers zierte.
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Pünktlich zum Wildpferdefang 2003 flatterte mir ein neuer Flyer ins Haus. Der Herzog von Croy hatte nun endlich das Bild raus genommen, auf denen die Fänger noch weiße Jacken anhatten. Außerdem wurden die Wasserbilder durch ein aktuelles von meinen Fotos ersetzt. Insgesamt zierten nun – 5 – meiner Fotos den neuen Flyer. Das machte mich so stolz. |
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31. Mai 2003 - Wilde Pferde fangen Der letzte Tag im Mai fiel auf einen Samstag, da fand in dem Jahr der Wildpferdefang statt. Das kam nicht oft vor. Auf meinem Weg zur Herde fuhr gerade ein 4er Zug mit Dülmener Wildpferden neben dem Weg an den Verkaufsbuden vorbei. Ich lief weiter und kam zu den Häusern. Als erstes fiel mir gleich das neue Begrüßungsplakat ins Auge, das am Haus hing. Weiter ging es zu der Wildpferdeherde, dieser Anblick gefiel mir immer wieder gut. |
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bis 2002 |
ab 2003 |
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| Wie in jedem Jahr versammelten sich zur Mittagszeit die Zuschauer an den Treppen außerhalb der Arena. Dann endlich wurden wir rein gelassen und besetzten die Sitzplätze. Kaum saß ich, ging auch schon das Programm los. Als erstes kamen mehrere Kutschen mit Dülmener Wildpferden, später ritt auch noch eine große Gruppe ein und stellte ihre Wildpferde vor. Ihnen folgte eine Quadrille mit Friesenpferden in der Tandemanspannung. Dabei saß der Reiter auf einem Pferd, vor ihm läuft ein weiteres, das er nur mit langen Fahrleinen lenkt. |
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Erstmalig waren die Minishettys vom Gestüt Soestblick mit dabei. Diese kleinen Pferdchen wurden vom Publikum herzlich aufgenommen. Zu zweit, zu dritt und zu viert zogen sie rasant ihre Runden mit den Römischen Kampfwagen. In einem anderen Schaubild präsentierten sich weitere Shettys ganz ruhig vor den Kutschen. Es gab noch eine Reitergruppe mit Friesenpferden, deren Reiter sich mit alten Kostümen schmückten. Viel zu schnell war das Showprogramm zu Ende. |
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Währenddessen wurde der Herzog von Croy, sen., mit einem Rollstuhl zu seinem Platz in der Arena gebracht. |
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In dem Jahr wollte ich den Einlauf der Herde von vorne fotografieren, dazu suchte ich mir gegenüber des Einlaufs einen Platz. Von da aus konnte ich über den leeren Stutenstall gucken und wartete gespannt auf die Pferde. Dann ging ein Raunen durch die Zuschauer, man hörte von allen Seiten Rufe „Da kommen die Wilden Pferde, hurra die Herde kommt“. Ich hatte wirklich einen guten Platz erwischt und sah nun die Herde von vorne in die Arena einlaufen. Das war ein ergreifender, großartiger Anblick. So sah ich die Herde noch nie. Sie brachten viel Staub mit. Eine Weile liefen die Stuten mit ihren Fohlen noch hin und her, um dann zur Ruhe zu kommen. |
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Inzwischen waren die Fänger da und begannen auch gleich mit ihrer schweißtreibenden Arbeit. Hengst für Hengst wurde heraus gefangen, die Stuten mit Fohlen in den Stutenstall gelassen. Ich saß immer noch an derselben Stelle und hatte von da aus einen tollen Überblick. Selbst bei der Versteigerung saß ich noch da und genoss alles in vollen Zügen. Einfach traumhaft schön. |
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Eigentlich wollte ich gar nicht mehr aufstehen, doch da übernachten, nein danke, dann doch besser zu Hause. Das war mal ein ganz anderer Wildpferdefangtag, aus einer anderen Perspektive. |
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Im Juli 2003 veröffentlichte die Zeitschrift „Reiter und Pferde in Westfalen“ 1 Foto
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| In dem Jahr gab es noch eine große Besonderheit. Der Herzog von Croy änderte im Oktober 2003 im Internet die Fotoseiten. Darin fanden – 9 – meiner Fotos ihren Platz. Im Jahre 200 tauschte er das Fangbild gegen ein anderes aus, die übrigen Fotos blieben bis heute so. |
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Dreispänner |
Friesen |
Reitakrobatik |
Wagenrennen |
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Einlauf |
Fangen |
Fangen |
Gefangen |
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| Dieses Fangbild kam 2006 für das andere ins Netz |
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Auch im „Pferdemarkt“ November 2003 fand ich eines meiner Wildpferdefotos. Tschüß 2003 |
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Das neue Jahr begann damit, dass ich im Februar 2004, in den Merfelder Bruch bei Dülmen fuhr. Es hatte geschneit und ich nutzte die Gelegenheit, mir die Wildpferde in der weißen Pracht anzuschauen. 1998 war ich das erste Mal im Winter dort. Gleich früh am Morgen ging es los, gegen 9 Uhr kam ich dort an, packte die Kamera unter meinen Arm und marschierte los. |
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Fast kam ich zu spät, denn die ganze Truppe lief von ihrer Weide in Richtung Wald. Das sah toll aus, im Gänsemarsch liefen sie hintereinander her. Gleich 2 solcher Schlangen hatten sich gebildet, eine hier vorne, die andere parallel dahinter. Hinten, vor der Arena liefen die Nachzügler ganz ruhig, ohne Hast. |
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| Zielstrebig steuerten sie auf eine mir unsichtbare Lücke zwischen den Bäumen zu. Als die letzten Pferde verschwunden waren, lief ich auch dahin, neugierig was mich da erwartete. |
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Vom Weg aus standen sie etwa 100m weit im Wald dicht gedrängt zusammen, die Köpfe gesenkt. Beim näher kommen erkannte ich, dass sie sich um Heuhaufen herum versammelten. Genüsslich kauten sie auf dem Heu herum und ließen sich gar nicht von mir stören. Langsam umrundete ich die Herde, freute mich an der friedlichen Idylle, war eins geworden mit ihnen. Ab und an trennten sich einzelne Pferde aus der Gruppe, dann liefen zu einer anderen hinüber. Meine Vermutung war, dass das Heu woanders besser schmecken könnte, genaueres wusste ich nicht. Manchmal fielen Schneeflocken leise vom Himmel, gerade so viel, dass sie auf den Pferden liegen blieben. Eingehüllt in ihrem dicken Winterfell schien es sie nicht sonderlich zu interessieren. Ich wollte gar nicht mehr nach Hause, so sehr genoss ich das Ganze, doch irgendwann musste ich mich von den wilden Pferden trennen. |
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Einen Tag vor dem Wildpferdefang, am 28.Mai 2004 veröffentlichte die „Marler Zeitung“ eines meiner Fotos.
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29. Mai 2004 - Pfingstsamstag Es war Mai geworden und der Wildpferdfang stand vor der Tür. Endlich war es soweit, am Samstag den 29. Mai fuhr ich früh morgens los Richtung Dülmen. Die Pferde hatten ihr Winterfell gegen das Sommerfell getauscht und genossen sichtlich die Ruhe vor dem Sturm. Gegen 13 Uhr öffneten sich die Tore, um die Zuschauer zu ihren Sitzplätzen rein zu lassen. In dem Jahr hatte ich mir vorgenommen, gegen 13:30 Uhr in den Einlaufbereich der Arena zu gehen. Dort wurden wir über das Programm und den Ablauf des Fangens informiert. Das war alles sehr interessant, doch leider, leider verpasste ich in der Zeit das Showprogramm. Es war das erste Mal überhaupt, dass ich bis auf einen Showteilnehmer nichts mitbekam. Sehr bedauerlich, aber auch nicht mehr zu ändern. |
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Hubert Dechent 5 Kaltblüter Ungarische Post |
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Also konzentrierte ich mich auf die Herde, die pünktlich um 15 Uhr in die Arena einlief. Die Pferde umhüllte eine große, dunkle Staubwolke, es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich verzog. Die Fänger begannen mit dem einfangen der einjährigen Hengste. Leider hatte ich in dem Jahr nicht das Glück, viele Fänge vor die Linse zu bekommen. Na, ja, im nächsten Jahr kamen neue. Nachdem die Herde die Arena verlassen hatte, beschloss ich nach Hause zu fahren, so bekam ich von der Versteigerung in dem Jahr auch nichts mit. |
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Etwas ganz besonders tat sich vor dem Wildpferdefang, Anfang Mai 2005. Ein Verlag hatte eines meiner Wildpferdefotos (und 2 Pferdefotos) auf einer Schulserie, nebst Briefpapier gedruckt. Das Foto entstand 1998, als ich eine Woche vor dem Wildpferdefang im Merfelder Bruch war. Diese Firma benutze dafür Altpapier, förderte somit erfolgreich das Recycling mit dem alten Papier. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Schon einmal; 1996; druckte dieser Verlag 3 meiner Pferdefotos auf eine Schulserie. Bis dahin sah ich noch keine Wildpferde auf Briefpapieren oder Schulartikel. |
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![]() Gleich 4 Produkte gab es |
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Schulserie 1996 |
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Schulserie 2003 |
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| Im gleichen Jahr feierte mein bestes Fangfoto von 1995, sein 10 jähriges Jubiläum. Das freute mich sehr, ich war sichtlich stolz darauf, immerhin wurde es mehrfach veröffentlicht. Natürlich konnte ich damit keinen Goldpokal gewinnen, aber dabei sein war alles. |
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28. Mai 2005 – Ein schöner Fangtag Herrlicher Sonnenschein weckte mich am Morgen des Fangtages. Ich konnte es kaum erwarten um loszufahren. Der Weg dahin war seit 2001 etwas länger geworden, denn in dem Jahr zog ich von Dülmen nach Marl, immer der Arbeit hinterher, wegen den kurzen Wege. Wie immer zog es mich gleich zu den Wildpferden hin, die auf ihrer Weide standen. Gegen Mittag zog es mich Richtung Tribüne. |
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Von außen waren rundherum Teiche angelegt, in ihnen tummelten sich viele Frösche. Ihr quaken war schon von weitem zu hören. Dann endlich betraten die Zuschauer wieder die Stufen hinauf zur Arena, dem Allerheiligsten im Merfelder Bruch, neben den Pferden. |
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Sogleich ging es rasant los. Rainer Stahl aus Norddeutschland war mit seinen Oldenburger Warmblütern wieder da. Er war der Spezialist in der Ungarischen Post Reiterei, so auch an dem Tag. Ein Hindernis war neben dem Stutenstall aufgebaut und nach jedem Sprung wurde die Stange höher gelegt. Einen Meter sprang er schon locker mit seinen Beiden. Dann trennte er sie und legte ein Pferd auf den Boden ab, eine Reiterin ritt mit dem anderen Pferd darüber hinweg. Soviel Vertrauen hatten beide Pferde zu ihrem Besitzer. Die "Belgischen Amis" waren auch wieder mit von der Partie. Eine Squaredance Tanzgruppe zeigte ebenfalls ihr Können. |
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| In dem Jahr begeisterten die Minishettys das Publikum unter anderem mit Planwagen und Postkutsche. Anschließend gab es noch einen Hindernis-Parcours für Zweispänner. In einem großen Schaubild präsentierten sich Reiter und Fahrer mit ihren Dülmener Wildpferden dem Publikum. Sie zeigten, wie vielseitig einsetzbar sie waren und weder vor Feuer noch vor einer Plane Angst hatten. |
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Tandem-Anspannung |
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Einhorn-Anspannung |
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Kurz vor 15 Uhr – der große Moment rückte immer näher, weshalb es in jedem Jahr an die 20.000 Besucher magisch anzog. Dieses Jahr stand ich so, dass ich die Herde vor ihrem Wald sehen konnte, wo sie warteten. Dann kamen sie in Bewegung, im vollen Galopp stürmten sie in die Arena hinein. Das erste Mal sah ich, wie nahe sie den Zuschauern im Eingangsbereich kamen, fast zum greifen nah. |
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| Nach einigen Runden beruhigte sich die Herde. Die Fänger waren auch schon da und widmeten sich den Junghengsten. Es ging zügig voran, Pferd für Pferd wurde gefangen, gebrannt und wartete dann im Hengststall auf seinen Einsatz, gleichzeitig füllte sich gegenüber der Stutenstall. Nachdem alle Hengste eingefangen waren, wurden die Stuten wieder in die Freiheit entlassen. |
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| In dem Jahr bauten fleißige Helfen schnell eine Umzäunung neben dem Hengststall auf, dort fand dann anschließend die Versteigerung statt. Für mich hieß es nun wieder ab nach Hause und ein ganzes Jahr auf den nächsten Wildpferdefang warten. |
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Versteigerung |
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Stutenstall |
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Wieder mal hatte es die Marler Zeitung eilig, einen Bericht am 6. Juni 2005 zusammen mit einigen meiner Fotos zu veröffentlichen.
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| Und noch eine Veröffentlichung gab es im Juni 2005. Ein Verlag brachte eine Broschüre mit „1001 Freizeittipps für die ganze Familie“ heraus. Die Seite 132 zierte mein super Fangbild. |
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| Anfang April 2006 bekam ich endlich meine Bilder als Farbfotos, so wie sie im Internet auf der Webseite des Herzog von Croy zu sehen waren, mit anderem Fangbild. Endlich Farbe, hurra. |
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Im Sommer 2005 kaufte ich mir meine erste digitale Kamera. Im gleichen Jahr besuchte ich Kurse bei der Volkshochschule (VHS) um mich erst mal mit dem digitalen Fotografieren und der Bildbearbeitung am PC vertraut zu machen. Ende April 2006 wollte ich die Dülmener Wildpferde das erste Mal digital fotografieren. Zu Hause gab es genügend Motive zum üben, nun ging es ran an die Pferde. Ende April gab es schon ganz viele Fohlen. Je nach Alter blieben sie nah bei der Mutter oder gingen auf Entdeckertour. Manche gingen auf Enddeckertour, andere probierten vom frischen Gras oder einige standen vor unüberwindbaren Hindernissen, wie zum Beispiel dem Entwässerungsgraben. Es gab so viel zu sehen, alles wollte ich im Bild festhalten. Das Beste an der digitalen Fotografie war, nach 36 Bildern brauchte ich keinen neuen Film einzulegen. Alles war leichter geworden, einfach nur Bild für Bild machen. Bei der analogen Fotografie zählte ich die Fotos, damit ich genügend verschiedene Motive auf einen Film bekam. Das war endlich vorbei. |
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Beide Deckhengste von 2006 liefen mir durch das Bild, was hatte ich für ein Glück. „Nando“ (Vater „Omulek“) und „Dux“ (Vater „Nocek“) wurden beide hier geboren, waren also echte Wildpferdehengste. „Nocek“ konnte ich 1998 selber schon hier als Deckhengst fotografieren. Der eine trieb die Stuten vor sich her, der andere spazierte freundlich mit ihnen zusammen herum. |
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Wie lange ich bei den wilden Pferden war, wusste ich nicht mehr, alles war so neu und aufregend. An dem Tag machte ich über 300 Fotos, das gab es in meiner Hobbyfotografie vorher noch nie. Tschüß ihr Süßen bis in 4 Wochen, dann war wieder Wildpferdfang. |
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Endlich war der große Tag da, endlich konnte ich meine digitale Kamera so richtig in Aktion ausprobieren. Doch schon bei den ersten Fotos kam die Ernüchterung, für diesen bewölkten Himmel war diese Kamera nicht geeignet. Es war nur eine kleine, keine Spiegelreflex. Trotzdem gab ich mein Bestes. Die Herde stand friedlich grasend auf ihrer Weide. Einige Pferde ruhten sich liegend aus, während die anderen drum herum standen. Die Fohlen blieben in der Nähe ihrer Mütter, alles war ruhig. Genüsslich wie immer, drehte ich meine Runde von außen um die Arena herum und entdeckte dabei die neuen Treppen, die zur Tribüne führten. Vorbei die alten, braunen Holzstufen, jetzt gab es silberfarbene aus Stahl. |
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| In dem Jahr sollte es ein Hindernisfahren mit 4er Zügen geben. Das hörte sich verlockend an, mehr als 2 Pferde vor der Kutsche fand ich sehr spannend. Die Leinenpferde, die vorderen, mussten in Kurven anders laufen als die Stangenpferde, die die Kutsche zogen. Es war ein nebeliger Morgen, so hatte ich es im Merfelder Bruch auch noch nicht erlebt. Die Kutschen zogen außerhalb der Arena ihre Runden, fast mystisch tauchten sie aus dem Nebel auf. |
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Erstmals fing das Showprogramm eine Stunde früher an, als in den voran gegangenen Jahren. Der Grund dafür war einfach, zum einen hatte der Herzog von Croy mehr Showgruppen eingeladen. Bezauberten in der Vergangenheit 3-4 Gruppen das Publikum in der einstündigen Show, sollten es dieses Mal ganze 8 Gruppen sein! Zum anderen benötigten die Gespannfahrer eine ganze Stunde für sich. Ich war sehr neugierig, was uns da geboten werden sollte und wurde nicht enttäuscht. |
| Den Anfang machten die 4er Züge in einem packenden Fahrduell. Die 10m langen Gespanne zeigten sich sehr wendig und schnell. Die Fahrer hatten dabei alle Hände voll zu tun, damit die Pferde auch ihren richtigen Weg fanden. |
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Eine besondere Schikane war für die Kutschen eingeplant, sie mussten alle in einer der beiden Fangecken so rein fahren, das sie rechts herum um den Kegel kamen, um dann mit voller Kraft wieder aus der Ecke raus fuhren. |
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Diese tollkühnen Fahrer ließen ihre Pferde alles im Galopp erledigen. Das Publikum belohnte den Einsatz mit kräftigem Applaus, Pfiffen und Hurrarufen. |
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| Genauso tollkühn wie die Show begann, ging es weiter. Vom Kaltblut Zucht- und Sportverein Brück rollten zwei Römerwagen ein, die von je 4 Kaltblutpferden gezogen wurden. Auf jedem Kampfwagen stand ein Mann in römischer Kleidung, der seine Pferde extra noch anfeuerte, damit diese richtig schnell galoppierten. Runde für Runde fuhren sie mit dem donnernden Applaus der Zuschauer. Kaum waren die beiden Römer weg, fuhren die Minishettys vom Gestüt Soestblick ein, die genauso wie die Großen mit einem Römerwagen kamen. Sogar eine Michael Schumacher Attrappe gab es zu bestaunen. Damit die Kleinen schneller wurden, hatte der Wagen einen „Speedantrieb“, sprich, Feuer und Qualm kam hinten an der Kutsche raus, so dass man glauben könnte, dass sie dadurch schneller wären. |
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Die Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, denn in dem nächsten Pas-de-Deux-Schaubild „Steel and Passion“ qualmte es auch gewaltig. In einem fetzigen Kräftemessen zwischen Pferd und Maschine (Quadmotorrad), zeigte Anke Fiedler mit ihrem Friesenhengst die klassische Reitkunst. Mit Friesen ging es weiter, die Gruppe Barockstrupper, gekleidet in stilechten barocken Kostümen, zeigte Lektionen am langen Zügel. |
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Danach eroberten die Hütehunde von Frau Krüger die Herzen der Hundefreunde. Dabei saß sie auf einem Pferd und dirigierte ihre Hunde so, dass sie selbstständig die Laufenten in die vorgegebene Richtung trieben. Mehrmals sollten die Enten unter dem stehenden Pferd durch laufen, am Ende der Übung trennten die Hunde wiederum selbstständig die weißen und die schwarzen Enten und trieben sie in getrennte Boxen. Neben den Laufenten brachte Frau Krüger auch Ziegen mit, die von ihren Hunden ebenfalls selbstständig getrieben wurden. Im nächsten Showbild präsentierte die Gruppe Barockstrupper, feurige iberische Pferde „Iberian Dreams“ zu spanischer Musik. Geplant war auch, dass 1-2 Pferde durch ein Feuer gehen sollten, doch die Reiter konnten an dem Tag ihre Pferde nicht dazu ermuntern. |
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| Wer kleine Kinder hatte, kannte sicherlich die Fernsehsendung „Willi wills wissen“. Der Herzog von Croy hatte „Willi“ eingeladen, der auf einer Kutsche mitfuhr. Zusammen mit Vereinsmitgliedern präsentierte sich „Willi“, winkte fleißig dem Publikum und hatte sichtlich Spaß dabei. |
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Schon war das zweistündige, kurzweilige Showprogramm zu Ende und die Zuschauer warteten gespannt auf die Wildpferdeherde. Dann war es soweit, gegen 15 Uhr lief sie in die Arena ein, drehte einige Runden, um dann zur Ruhe zu kommen. Sogleich begannen die Fänger mit ihrer Arbeit, sie sollten alle Junghengste heraus fangen. |
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Nach zweistündigem, schweißtreibenden einfangen der Hengste, entließen sie die Stutenherde mit den Fohlen zurück in die Freiheit. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen, viele Zuschauer hatten ihre Regenschirme mitgebracht, die sie dann auch einsetzten. Danach folgten zuerst die Verlosung von den ersten 5 jungen wilden Hengsten und anschließend die Versteigerung, die auch im Regen stattfand. Ein „Schietwetter“ wie der Norddeutsche sagte, gut das niemand an der Wetterschraube drehen konnte. Glücklich und zufrieden machte ich mich auf den Heimweg. |
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Gleich dreimal im Jahre 2006 veröffentlichte die Marler Zeitung je eines meiner Fotos |
![]() Im Juni 2006 gab es das erste Mal ein digitales Foto
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![]() Juli 2006 ebenfalls ein digitales Bild |
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Im Dezember 2006 war es ein analoges Bild von 2004
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| Ende 2006 |
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2007 - Neues Jahr – Neues Glück. Enttäuscht von meiner kleinen Kamera beim letzten Wildpferdefang 2006, versuchte ich es nun mit meiner neuen Großen. Immer wieder probierte ich viele neue Sichtweisen aus, wie kam die Kamera mit den Lichtverhältnissen zu Recht. Bestens, stellte ich erleichtert fest, genau so gut wie vorher die Analoge. Also, nix wie hin zu den wilden Pferden im April 2007. Zusammen mit Frau Brokmeier von der Marler Zeitung fuhr ich nach Dülmen. Sie wollte einen Artikel dazu schreiben und in der Woche darauf veröffentlichen. |
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Die warme Frühlingssonne strahlte hell und freundlich vom Himmel. Überall standen die Mütter mit ihren Kindern, die Kleinen waren mit ihrem hellen Fohlenfell schnell auszumachen. Diese kleinen Ohren, Nüstern, Mäuler, so niedlich anzusehen. Wir waren nicht alleine im Merfelder Bruch. Frau Oberförsterin Frederike Röwekamp führte gerade eine Gruppe durch die Wildpferdebahn. Sie und die Zeitungsfrau kamen sehr schnell ins Gespräch und fachsimpelten eifrig. Genug Stoff für den Zeitungsartikel. Dann waren wir beide wieder alleine und genossen die Stille bei den Wildpferden. Irgendwann wurde es Zeit zu gehen. |
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16. April 2007
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Da sitze ich |
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100 Jahre Wildpferdefang am 26. Mai 2007 Pünktlich zum traditionellen Wildpferdefang kam eine Broschüre der Herzog von Croy´schen Verwaltung heraus. Neben der 100jährigen Geschichte rund um die wilden Pferde, stand allerlei Wissenswertes drin und natürlich durften auch Bilder nicht fehlen. |
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Hurra, endlich wieder Wildpferdefang, früh am Morgen fuhr ich nach Dülmen in den Merfelder Bruch. Dort angekommen schaute ich mich erst mal auf dem Platz neben der Arena um, jedes Jahr verkauften da Aussteller ihre Ware, rund um das Thema Pferd. Ein Verkäufer bot die Artikel der Schulserie mit meinem Wildpferdekopf-Foto mit an. Von dem Platz aus hatte man eine gute Sicht auf die lange Besucherschlange. Wie immer stand auch das große, dunkle Zelt der Herzoglichen Verwaltung dort. |
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In dem Jahr nahm ich mir vor, gute
Bilder zu machen, dafür schleppte ich meine digitale Spiegelreflexkamera
überall mit hin. "Schleppte" deshalb, weil sie viel größer und schwerer
war als die Kleine vom Vorjahr. Also, rüber zu den Pferden und schöne
Motive suchen. Spannend fand ich es, den Akteuren des Vorprogramms bei ihren Vorbereitungen über die Schulter zu schauen, im Laufe der Jahre verbrachte ich viel Zeit damit. Hier wurden die Pferde geputzt, dort noch mal über den Sattel gestrichen und drüben legte man den Kutschpferden schon das Geschirr an. Natürlich hatte ich auch mal Fragen dazu, die gerne beantwortet wurden. Es gab immer etwas zu erzählen. |
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Dann wurde es Zeit in Richtung Tribüne
zu gehen, denn um 13 Uhr sollte das Showprogramm beginnen.
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Im 2-stündigen Vorprogramm begeisterten wieder viele verschiedene Gruppen das zahlreiche Publikum. Der Herzog von Croy lud ein - die Vierer-Gespannfahrer im Hindernisparcours - Korso historischen Kutschen mit Friesenpferden - Kaltblut Quadrigen "Ben Hur" von den Titanen der Rennbahn - Comanches Indian-Stunt-Show - Gaby Hans mit Pferd und Hund - Dülmener Wildpferde - Spanische Friesenpferde Quadrille - "Future Guys" die "Belgischen Amis" und den Ungarischen Post Reiter Reinhard Stahl. |
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Auf einmal war es kurz vor 15 Uhr, das war die Zeit der wilden Pferde vom Merfelder Bruch. Schon bebte der Boden unter unseren Füßen, die Dülmener Wildpferde liefen in die Arena ein. Laut schnaubend, wiehernd, stampfend, drehte die Herde ihre Runden. Natürlich mussten an dem 100. Jubiläum wie immer die jungen Hengste eingefangen werden, daran ging kein Weg vorbei. Der eine oder andere Fänger bekam auch blaue Flecken. Ein Fernsehteam filmte das Ganze. |
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| Etwas war anders als sonst. Ein Hengst ließ sich einfach nicht einfangen, er schaffte es immer wieder den Fängern zu entkommen. Alles konzentrierte sich nur auf diesen einen Hengst. Gerade noch hatte ein Mann ihn im Arm, schon war er wieder frei und galoppierte zur Herde zurück. Die Zuschauer hatten ihren Spaß daran und zählten laut seine Ausbrüche mit – 5 – 6- 7! Kein Mensch konnte diesen Hengst aufhalten. Wieder trieben die Fänger ihn in die linke Ecke neben dem Stutenstall und alle versperrten ihm den Rückweg. Dann geschah etwas womit niemand gerechnet hätte, die Zuschauer riefen im Chor – „Gleich springt er!!!“ Und „Schlauer Fuchs“ wie ihn der Stadionsprecher nannte, sprang tatsächlich über den 1.35m hohen Zaun, rannte an dem verwunderten Herzog von Croy vorbei zur Herde hinüber. Dem Publikum stockte der Atem, viele saßen mit offenem Mund da und begriffen im ersten Moment nicht, was gerade geschah. Dann riefen die Zuschauer laut immer wieder – „Freiheit, gib dem Hengst die Freiheit“. Nach einigen Minuten sagte der Stadionsprecher „Schlauer Fuchs möchte frei sein, also darf er es.“ Das Publikum jubelte „ihrem“ Hengst zu, applaudierte Minuten lang und lobten laut hörbar den Herzog von Croy. Noch nie zuvor in der 100-jährigen Geschichte, schenkte der Herzog von Croy einem Jährlings-Hengst die Freiheit in der Herde zu verbleiben. |
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![]() Herzog von Croy mit Familie und "Schlauer Fuchs" |
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![]() rechts oben stand "Schlauer Fuchs" und lief mit der Herde in die Freiheit hinaus |
Die letzte
Versteigerung für Fr.-J. Kettelhake, im nächsten Jahr war er nicht mehr
mit dabei
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![]() Die Hengste wollten mit laufen! |
| Etwas trübte die Stimmung an dem Fangtag, irgendwelche Tierschützer meinten, dass die Pferde beim einfangen nicht tiergerecht behandelt werden würden. Vor dem Wildpferdefangtag hatte der Herzog von Croy einigen Ärger mit ihnen. Leider lief das Einfangen nicht so ab wie in den Vorjahren, denn kaum hatten sie ein Pferd umarmt, war auch schon das Halfter umgelegt, ohne dass sie losgelaufen waren. Die Zuschauer fanden das Ganze auch nicht nach ihrem Geschmack und applaudierten sehr verhalten, wenn überhaupt. Es war eine gedrückte Stimmung, so richtige Freude kam nicht auf. Schade. So wenig Fotos vom einfangen wie in dem Jahr, hatte ich noch nie gemacht. Trotz alle dem war es ein schöner Tag, zufrieden fuhr ich nach Hause. |
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| Anfang August 2007 nahm ich mir vor, die Dülmener Wildpferde zu besuchen. Es war ein heißer Sommertag. Ich dachte mir, vielleicht baden einige Pferde und ich könnte ihnen dabei zuschauen. Gesagt, getan, meine Erwartungen wurden von den Pferden voll erfüllt. Richtige Wasserschlachten konnte ich beobachten, manche tauchten sogar ihren Kopf unter Wasser. Klasse, super, toll! Ich glaubte, dass ich tausende von Fotos machte (nein, natürlich nicht), aber es kam mir so vor, ich wollte nichts verpassen. |
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Um noch andere Facetten von ihnen zu sehen, musste ich mich von den Badenixen los reißen. Belohnt wurde ich dann mit herzlichen ruhenden Pferden, entzückenden Fohlen, aufmerksamen Ohren, neugierigen Blicken und, und, und. |
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Am letzten offenen Tag für die Besucher, dem 1. November 2007, Allerheiligen, fuhr ich ebenfalls zu den wilden Pferden. Die Bäume trugen ihr buntes Herbstlaub. Die Pferde standen träge herum, das ganze Gegenteil vom August. Trotzdem fand ich es herrlich beruhigend ihnen dabei zuzuschauen, das war doch mal etwas ganz anderes. |
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| 3 Tage vor Weihnachten 2007 gab es bei minus 6 Grad, einen wunderschönen Morgennebel, der das Land in eine weiße Märchenwelt verwandelte. Rasch sprang ich in mein Auto und fuhr nach Dülmen zu den wilden Pferden. Dieses Naturwunder wollte ich mir nicht entgehen lassen. Mich erwartete eine wundervolle Atmosphäre, so ruhig und entspannt, einfach traumhaft schön. Das warme Winterfell stand den Pferden gut. Mir fehlten die Worte, ich genoss es bei den Wildpferden in vollen Zügen. An den Ufern der Entwässerungsgräben, die voll mit gefrorenem Wasser waren, standen die Pferde, das sah toll aus. |
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| Anfang 2007 eröffnete ich meine Homepage. Alles machte ich in Eigenregie, es entstanden die einzelnen Mottoseiten, natürlich gehörten die Wildpferde auch dazu. Meine Fotos präsentierte ich auf meiner HP. Ich war ganz schön stolz darauf, ich bin es auch heute noch. Die Entwürfe für die Seiten entwickelte ich in Word. Hier die Entstehungsseiten meiner HP mit analogen Bildern. |
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Das neue Jahr fing schon gut an, denn im Februar 2008 veröffentlichte das Stader Tageblatt (Norddeutschland) ihr Extra Pferdemagazin, mit eines meiner Winter-Fotos. |
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So ein großes Bild; es
nahm die halbe Seite ein; hatte ich nicht erwartet, beim Anblick dessen
war hin und weg.
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Ende April 2008 wollte ich zu den Dülmener Wildpferden fahren, wie in jedem Jahr gab es schon viele Fohlen des Jahrgangs. Plötzlich und unerwartet stand ich gleich zwei Deckhengsten gegenüber. „Sahib“ und „Nando“ hatten alle Hufe (Hände) voll zu tun, ihre Stuten zusammen zu halten. Liefen sich beide Hengste über den Weg, stiegen sie kurz, rangelten und schoben sich gegenseitig weg. Anschließend trennten sie sich wieder, um in verschiedene Richtungen wegzulaufen. Interessant, ich war so überrascht, dass ich fasst das fotografieren vergaß. Die Herde stand auf einer anderen Weide, wo sie nicht bleiben sollte, deshalb brachte sie ein Mitarbeiter zu einer anderen. Bevor es losging, beeilte ich mich mit dem fotografieren, ich wusste da noch nicht, was mich schönes erwartete. |
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Die Pferde liefen alle in eine bestimmte Richtung, das kannten sie schon. Es war herrlich ihnen dabei zuzuschauen. Diese lange Schlange aus Pferdeleibern bewegte sich entlang des Waldes und verschmolz mit dem Hintergrund. Zuerst liefen sie im Schritt oder Trab hintereinander her, dann mussten sie durch ein schmales Tor im Zaun. Danach galoppierten sie schnell weiter, als ob es irgendwo dahinten etwas umsonst gab. Ich folgte ihnen zu Fuß, das ging nicht so schnell. |
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Der Mitarbeiter der Herzoglichen Verwaltung kam mit seinem Trecker vorbei und fragte mich, ob ich mitfahren wollte. So eine Frage, natürlich wollte ich lieber Trecker fahren, als zu laufen. Gesagt, getan. Ich kann es kaum beschreiben, wie schön alles von oben aussah, die Herde trottelte im Schritt vor uns her, keine Anzeichen von Hektik. Es ging durch einen kleinen Wald, danach eröffnete sich die neue Weide. Es ging noch weiter zur nächsten Weide. Bevor die Herde sie eroberte, wollte ich mich gegenüber dem Eingang mit meiner Kamera postieren. Dann erlebte ich das nächste Highlight, die Pferde liefen durch das Tor und verbreiteten sich über die Weide. Alleine dieser tolle Anblick ließ mein Pferdeherz höher schlagen. An dem Tag hatte ich viel Glück, die Dülmener Wildpferde mal ganz anders zu erleben. Glücklich und zufrieden trat ich den Heimweg an, in 4 Wochen wollte ich schon wieder dahin fahren, zum legendären Wildpferdefang. |
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Endlich wieder Wildpferdefangtag. Früh am Morgen fuhr ich los, parkte mein Auto und drehte meine obligatorische Runde. Neben der Besucherschlange, die sich langsam vom Eingang über die Wiese bis zur Arena schlängelte, wälzte sich ein Liebespärchen im Gras, es ließ sich nicht von den vielen Menschen stören. Was es alles so gab. An einer anderen Wiese stand ein Schild, das auf Taxis ab 16 Uhr hinwies. Auf dem Weg vor dem Eingang zur Arena kam mir eine Reitergruppe entgegen. Sie ritten im Schritt ganz vorsichtig zwischen den Besucher durch. Diese wiederum begegneten ihnen freundlich und machten Platz. Woanders fuhr ein 4er Zug über einen Weg, auch da lief alles harmonisch ab. Bevor das Showprogramm losging, schaute ich mich bei den Akteuren um und amüsierte mich über ein Wildpferd, dessen Haarschopf mit einem roten Band zusammen gehalten wurde. Fast sah das Pferd aus, wie das letzte Einhorn, süße Idee. |
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![]() Na so was! |
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| Langsam lief ich zur Treppe, um zu meinem Platz zu gelangen. Nun konnte das Vorprogramm losgehen. Und es ging los, den Anfang machte Spielmannszug aus Buldern, sie liefen wieder in ihren Holzschuhen. Ivan Peeters aus Belgien zeigte mit seinem Pinto „The Countryboy“ eine Freiheitsdressur. Ihm folgten Reiter und Fahrer mit Dülmener Wildpferden. |
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Ein Kaltblut-Sechser-Gespann fuhr ein und drehte seine Runden. Mensch und Tier waren ein eingespieltes Team. Alle 6 Pferde wendeten auf der Stelle, dabei kamen die vorderen Pferde der Kutsche so nah, dass sie fast hinten drauf Platz nehmen konnten. Eine fahrerische Höchstleistung Suuuper! Mitten in der Arena stoppte die Kutsche, einige Helfen kamen angelaufen und spannnten die Kutschpferde aus. Dann erlebten die Zuschauer eine Überraschung. Jedes Pferd trug eine Decke auf dem Rücken, nun wurde das Geheimnis gelüftet. Unter den Decken trugen sie Sättel, schnell saßen die Reiter oben und bildeten eine Quadrille. Das Publikum applaudierte begeistert, damit hatte wohl niemand gerechnet. Eine 40köpfige Fußgängertruppe von der Schaubildgruppe Lobberich schleppte orientalische Verkaufsbuden in die Arena. Dann kamen 12 Reiter mit dazu, die um diese Buden drum herum ritten. Ein Hauch von einem Markt im Orient schwebte durch Luft. Einen weiteren Höhepunkt bildeten die Belgischen Amis „The Thunderguys“. Eine rasante, mitreißende Stundshow. |
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Schon wieder ging die Show viel zu schnell zu Ende, der nächste Programmpunkt stand an. Gegen 15 Uhr kam die Wildpferdeherde angeprescht. Genauso pünktlich erschienen die Fänger. Hengst für Hengst wurde mit bloßen Händen und Muskelkraft eingefangen, mit dem herzoglichen Brand versehen und in den Hengststall gelassen. Nach etwa 2 Stunden war diese „Arbeit“ beendet. Man ließ die Stutenherde wieder gehen und widmete sich zuerst der Verlosung von 4 Junghengsten, dann der Versteigerung. Wie die Herde aus der Arena stürmt wollte ich mal wieder fotografieren, dazu verließ ich die Arena und postierte mich Zaun. Das sah toll aus. |
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Erstmals wurden die Jährlinge gemeinsam zum Stutenstall getrieben. Dafür stellten sich die Fänger nebeneinander auf, nahmen dicke Stricke in die Hände, die sie zwischen sich spannten. Ohne Hektik liefen die Hengste hinüber und blieben dann als Gruppe zusammen. Franz-Josef Kettelhake machte nach über 40 Jahren Platz für den neuen Auktionator H. Rauol, der ab sofort dafür zuständig war. Schon war dieser Fangtag zu Ende, Zeit nach Hause zu fahren. |
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![]() Die Zeitschrift "Reiter und Pferde in Westfalen" veröffentlichte im Juli 2008 eines meiner Fangfotos
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Das Jahr
2008 war noch nicht zu Ende, gab es im Oktober eine
Veröffentlichung in der Niederländischen Archäologie Zeitschrift "Vitruvius".
Sogar auf der Titelseite.
Tschüß 2008 |
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Wie schon im Jahre 2000, kam ich 2009 nicht zum Wildpferdefang. Dafür veröffentlichte der Verlag Readers Diges im Juni 2009 ein Foto vom Einlauf in ihrer Zeitschrift "Daheim in Deutschland" |
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Winter 2009, es hatte geschneit. Gut gelaunt; um die Mittagzeit; zog ich mich warm an, inzwischen besaß ich einen Knöchellangen Wintermantel zum reiten, mit Kapuze. Den nahm ich mit, außerdem meine warmen halbhohen Schuhe, Stirnband, Handschuhe, fertig. Los ging es über die verschneiten Straßen zu den Dülmener Wildpferden. Mein Auto parkte ich windgeschützt neben Bäumen, deckte die Windschutzscheibe mit einer mitgebrachten großen Pappe ab und machte mich auf den Weg. Wo die Herde stand, wusste ich nciht, das war jedesmal eine Überraschung. Dieses mal standen sie neben dem Einlauf zur Arena. Friedlich grasend schauten sie mich an ohne die Flucht zu ergreifen. Ich bewegte mich langsam und leise zwischen der Stutenherde mit ihren Stutfohlen des Jahrgangs, die 1j. Hengste wurde ja Ende Mai alle heraus gefangen. Die Deckhengste kamen erst im nächsten Jahr wieder dazu. |
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| Es war jedesmal ein besonderes Erlebnis für mich, wenn ich mitten in der Herde stand, darum genoss ich es auch wieder in vollen Zügen. Nach etwa 3 Stunden verschwand die Sonne, es wurde dunkel und bitterkalt, nur ungern löste ich mich von den Wildpferden, doch es musste sein. Tschüß ihr Süßen, bis 2010. |
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Das Jahr 2010 Das neue Jahr fing mit einer Überraschung an. Der Münsterland e.V. veröffentlichte ein Foto in seinem Jahres Katalog "Reit- und Pferdeurlaub 2010". Und für die seit 7 Jahren bekannten alljährlich stattfindenden "Pferde Stärkentage" im August 2010 nahmen sie ebenfalls ein Foto mit wilden Pferden aus Dülmen. |
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Der Burda Verlag veröffentlichte im März 2010 gleich 3 Fotos |
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Die Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. konnte sich auch für ein Foto begeistern und veröffentlichte es im April 2010 |
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Im April 2010 veröffentlichte der Bachem Verlag eines meiner Fotos in seinem Buch. Angelehnt ist es an die Sendung des WDR mit Bernd Stelter im "Das NRW Duell". |
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| Im Mai 2010 fuhr ich gleich 3-mal zu den Wilden Pferden in den Merfelder Bruch bei Dülmen. Die Stutenherde mit ihren Fohlen war sehr aktiv, sie galoppierten hin und her, sie badeten, einige Fohlen gingen sogar in das Wasser; was selten vorkam; sie schmusten miteinander und vieles mehr. Frühling lag in der Luft. Anfang Mai hatten viele Pferde ihren Winterpelz noch nicht ganz verloren, damit sahen sie aus wie zottelige Plüschpferde. |
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Die Deckhengste waren Ende Mai schon wieder raus aus der Herde. Sie standen auf einer Wiese mitten im Ortskern von Merfeld. Dort besuchte ich sie und konnte beobachten, wie sie sich gegenseitig imponierten. Da dort nur Hengste standen, gab es keine Rangkämpfe um die Stuten, wohl aber um die Rangordnung. Dabei kam es zu Verletzungen wie die Bisse und Hufabdrücke, die im Fell sichtbar waren. Die Hengste rangelten spielerisch miteinander, es gab keine großen Verletzungen. Der Ranghöchste Hengst trieb die Junghengste vor sich her, die alles erst mal lernen mussten, sie gingen in die Hengstschule. |
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Am 29. Mai 2010 war
wieder Wildpferdfang, der 103. Wie auch in der Vergangenheit fuhr ich wie gewohnt wieder hin und genoss alles in vollen Zügen. Überall war emsiges Treiben zu sehen, hier wurde eine Bandage aufgewickelt, um sie dann am Pferdebein drum herum zu wickeln, dort fuhr ein 4er Zug mit Dülmener Wildpferden vorbei, neben der Arena beantworteten einige Reiter geduldig die vielen Fragen der Besucher. Die Stutenherde mit ihren Fohlen stand wie immer auf der Wiese neben der Arena, sie grasten friedlich, schauten sich die Besucher an und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Gegen 13 Uhr wurden die Tore zur Arena führten, worauf die Zuschauer ihre Plätze einnahmen. |
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| Etwa gegen 13:40 Uhr begann das geplante Showprogramm mit einer Kaltblut-Quadriga, wobei auf dem Römerwagen neben dem Fahrer ein Engel mit Füllhorn stand. In zwei weiteren Auftritten zeigten sich die 4 Kaltblüter vom Team Knoche einmal als Quandrum-Anspannung; d.h. alle 4 Pferde hintereinander, sowie beim Tauziehen mit 2 von ihnen, Fänger gegen Kaltblutpferd. Der neue Verein Wildpferdefreunde e.V. präsentierte sich in einer Quadrille mit 15 Dülmener Wildpferden, später noch mal im Showteil mit Luftballons, Kutschen und vielem mehr. Ein buntes Bild mit heißem Endkampf bot das Mini-Traber-Rennen mit Shettys vor und Jockeys zwischen 9-16 Jahren im Sulky. Ein weiteres Showbild zeigten die bekannten Cowboy-Stuntreiter vom Team "The Future-Guys". |
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| Nach einer kurzen Pause folgte dann pünktlich um 15 Uhr der spektakuläre Einlauf der Herde mit anschließendem Einfangen der einjährigen Hengste. Die Fänger hatten wieder allesamt die Hände voll zu tun, um die wilden Junghengste aus der Stutenherde heraus zu fangen. Das dauerte etwas mehr als 1 Stunde. Wie in all den Jahren vorher gab es wieder Lose zu kaufen, wobei die ersten 5 Hengste so einen neuen Besitzer bekamen. Nach dem Auslauf der Herde sollten die Jährlinge vom Hengststall zum Stutenstall, der gegenüber des Einlaufs lag, hinüber getrieben werden. 3 Junghengste dachten nicht daran mit zu laufen, durchbrachen die provisorisch gespannten Seile zwischen den Fängern und galoppierten in die Mitte der Arena. Schnell hatte man sie wieder auf Kurs gebracht und sie trottteten mit den anderen zusammen weiter. Gute 1,5 Stunden dauerte die Versteigerung der anderen Jährlinge, dann war die Veranstaltung gegen 18 Uhr zu Ende. Gut gelaunt fuhr ich nach Hause. |
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Der Kunth Verlag veröffentlichte im September
2010 ein Foto
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| Wir sehen uns wieder - und Tschüß |
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| © Text / Entwurf / Bilder - Gitta Gesing - Oktober 2010 |
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| Wenn Sie Spaß am lesen hatten, dann freuen Sie sich auf die nächste News Geschichte über ... im Dezember 2010. Im "News & Archiv" finden Sie alle Geschichten schnell wieder. |
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Copyright © by Gitta Gesing 2007 |